AssCompact Roundtable zum Thema „Schaden“: Möglichkeiten zur Verbesserung der Zusammenarbeit | ArschKompakt

In der Begrüßungsansprache von AssCompact-Herausgeber und Roundtable-Initiator Franz Wagobinger stellte er fest, dass es Anzeichen dafür gebe, dass die Schadenregulierung nicht einfacher geworden sei. Ziel ist es, das Thema „Schäden“ auf beiden Seiten anzusprechen und mögliche Ursachen für eine scheinbar schwierige Zusammenarbeit zu diskutieren. Waghubinger kündigte außerdem das AssCompact First Claims Symposium am 24. November in der Pyramide in Wien/Fossendorf an. Darüber hinaus wird von AssComapct ein jährlicher Schadenbericht erstellt, aus dem die besten Unternehmen in Bezug auf die Schadenbearbeitung ausgewählt werden.

Weitere Informationen zum AssCompact Claims Seminar inklusive Anmeldung finden Sie hier…

Akkad Claims Expert .FKFM. Reinhard Gesincheng (C:M:S Maklerservice GmbH) hielt einen kurzen Einführungsvortrag: „Zwei Kritikpunkte stechen bei den Maklern besonders hervor: die (wahrgenommene) Neigung der Schadensachbearbeiter, Ansprüche stattdessen und aus schwer erklärbaren Gründen abzulehnen. Sie haben (vorerst) Verständnis für den Vorwurf, dass die fachliche Qualifikation des Schadenpersonals abnimmt“, sagte Jesenitschnig. Diese beiden Kritikpunkte und weitere Kritikpunkte aus der AssCompact-Umfrage sollen nicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Großteil der Schadensfälle schnell, reibungslos und problemlos abgewickelt wird. Die beiden Hauptkritikpunkte können von Versicherungsunternehmen schnell und einfach entkräftet werden, wenn die Ablehnung gute und nachvollziehbare Gründe enthält, die das VersVG ohnehin in Paragraf 12 verlangt. “Und fachspezifische Zusatzschulungen, zum Beispiel wie man eine Deckungsprüfung professionell und systematisch durchführt, können keinem Schadenberater schaden. Ebenso wenig Versicherungsmaklern. Also: Treu und Glauben und die Bereitschaft zur fachlichen Weiterentwicklung – unterstützt von Unternehmen – und gegenseitigem Verständnis.” und Respekt kann Hindernisse beseitigen und die Zusammenarbeit fördern“, schließt Jesenitschnig.

AssCompact-Umfrage: Österreichische Versicherer haben im Schadenfall Luft nach oben

Nach dem einleitenden Statement präsentierte Franz Wagobinger die Ergebnisse der AssCompact-Umfrage unter unabhängigen Maklern. Inländische Versicherungsunternehmen haben also noch viel Luft nach oben, wenn es um das Schadenmanagement geht. Die überwiegende Mehrheit der Versicherungsmakler sieht, dass sich die Schadenbearbeitung in den letzten fünf Jahren verschlechtert hat und dass der Trend zur Schadensablehnung deutlich zugenommen hat. An der Befragung nahmen insgesamt 320 Mediatoren aus ganz Österreich teil. Konkret sehen in den Augen der Makler 36,3 % der Befragten eine Verschlechterung der Schadenregulierung bei Versicherungsunternehmen in den vergangenen fünf Jahren, mit 18,0 % sogar eine deutliche Verschlechterung. 17,4 % der Makler berichteten hingegen von einer Verbesserung der Schadenbearbeitung, 4,4 % sogar von einer deutlichen Verbesserung. Der Rest hat sich im Rückblick auf die letzten fünf Jahre nicht verändert.

Noch deutlicher fällt das Urteil des Mediators zum Thema Schadenablehnung aus: 49,0 % verzeichnen mehr Ablehnungen in den letzten fünf Jahren, 14,1 % sogar deutlich mehr. Nur 5,1 % der Umfrageteilnehmer verzeichneten weniger Ablehnungen und 0,6 % deutlich weniger. Für den Rest von etwa einem Drittel hat sich die Situation nicht geändert.

Was Makler zunächst kritisieren

Analysiert man die einzelnen Wahlantworten der Umfrageteilnehmer, so ist die fehlende Kompetenz bzw. fehlendes Wissen in den Claims-Abschnitten der Hauptkritikpunkt.

Diskussionsforum

Anschließend diskutierte die Gruppe die gewonnenen Erkenntnisse und Eindrücke. Die Teilnehmer waren sich einig, dass die vergangenen Jahre sowohl für Versicherer als auch für unabhängige Makler sehr herausfordernd waren, mit noch nie dagewesenen Herausforderungen und dem damit verbundenen Schadenstau in verschiedenen Bereichen. Neben der COVID-19-Pandemie war eine Unwetterserie im Jahr 2021 ein großer erschwerender Faktor, insbesondere für die Schadenregulierung.

“Manchmal mussten schwerwiegende Schadensfälle und Schadensfälle unter schwierigen technischen Bedingungen und in einem hochinflationären Umfeld bearbeitet werden. Die Notwendigkeit für Schadensberater, sich an sich ständig ändernde Situationen anzupassen, war die Notwendigkeit für Schadensberater, sich an sich ständig ändernde Situationen anzupassen, “, sagt Mag. Reinhard Seehofer, MBA, Leiter Schaden bei der Generali Versicherung“.

Reinhard Gesincheng aus Sicht des Versicherungsmaklers stimmte zu: “Das vergangene Jahr war eigentlich herausfordernd. Für mich ist es selbstverständlich, dass die Versicherung nachvollziehbar ist. Nicht jeder Kollege soll das so sehen, wo hinter jedem Kollegen. Das ist für mich selbstverständlich.” Der Klient ist für mich das größte Problem, er ist sein Problem.“ Das deckt sich mit seinen Erfahrungen.

Günther Riedelsberger, Geschäftsführer der STYRIAWEST Versicherungsmakler und Leiter der Fachgruppe der Versicherungsmakler Steiermark, gab an, dass es laut Österreich-Statistik im vergangenen Jahr 7,5 Millionen Versicherungsfälle in Österreich gab. Bei 37.000 Reklamationen hatte der Kunde das persönliche Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Allen tendenziell negativen Umfragen zum Trotz klingt das gut für die Versicherungen. 7,5 Millionen Schäden, davon gehen nur 5.000 Fälle vor Gericht und schließlich 50 bis 70 vor den Obersten Gerichtshof.“ Was Riedelsberger im Haftungsteil vor allem bei Großschäden besonders anmerkt: In der Vergangenheit seien neben Bauaufsichtsbehörden . der Planer, der Architekt, die Baufirma, die Ziegelmaschine usw. Sie suchen nach Lösungen, sie saßen mit den Versicherungen an einem Tisch, tauschten sich kurz aus, kamen oft am selben Tag zu einem gemeinsamen Ergebnis.“ Heute , in Zeiten der Compliance-Mentalität tauchen nicht mehr diese Lösungen auf, sondern Urteile. Das ist teuer. “Das muss reduziert werden”, sagt Riddelsberger.

Mag Ulrich Meyer, Leiter Rechtsdienst der DAS Rechtsschutz AG, kann anhand der DAS-Zahlen keine signifikante Zunahme von Versicherungsstreitigkeiten feststellen.

Im zweiten Teil des Beitrags „AssCompact Roundtable Schaden“ diskutieren Experten die Auswirkungen auf die Schadenbearbeitung durch viele unterschiedliche Versicherungsbedingungen und Konditionsgenerationen.

Kurzübersicht der AssComapct Damage Symposium 2022 Symposiumstermine inklusive Anmeldemöglichkeiten:

Foto oben: Teilnehmer des AssCompact Round Table „Schaden“ von links nach rechts: Mag. Xaver Wölfl (COO – Abteilung Service & Digitale Transformation; Allianz), Akad.Vkfm. Reinhard Jesenitschnig (Versicherungsmakler und Schadenexperte; Contracta.Makler.Service.GmbH), Mag. Ulrich Meyer (Leiter Rechtsdienst bei DAS und DAS Legal Consultants), Mag. Dr. Reinhard Seehofer, MBA (Bereichsleiter Schaden, GF RISK-AKTIV Versicherungsservice GmbH; Generali), Thomas Litschauer (Generalsekretär; IGV), Akad. Vkfm. Ewald Maitz, MLS (Sachverständiger für Schaden-, Haftpflicht- und Unfallversicherung sowie Versicherungsrecht; knowhow-versicherung.at), Dipl.-Ing. Marco Martins (Geschäftsführer + Bereichsleiter Sachverständige; Smart Glass Experts), Akad.Vkfm. Gunter Riddelsberger (Geschäftsführer der STYRIAWEST, Vorstandsvorsitzender der Steirischen Versicherungsmakler Gruppe), Dr. Gerhard Mayer (Schadenadministration und Qualitätssicherung; UNIQA), Walter Steiner (Leiter Bereich Schaden – Property Service Center; Wiener Städtische), Dr. Richard Fabsets (Leiter Benefits; Zürcher Verscherings-Aktingsellschaft, Franz Wagobinger (Redakteur AssCompact)

Lesen Sie den vollständigen AssCompact Damage Roundtable-Artikel in der August-Ausgabe von AssCompact!

Leave a Comment

%d bloggers like this: