Auf dem Gelände eines Kernkraftwerks in der Ukraine wurde geschossen – die Nacht im Überblick

Aktualisiert am 08.06.2022 um 08:14 Uhr

  • Am Standort des Kernkraftwerks Saporischschja in der Südukraine wurden mehrere Schüsse abgegeben.
  • Kiew macht die russische Besatzungsmacht verantwortlich – und fordert klare Konsequenzen.
  • Hier ist eine Übersicht über das, was während der Nacht passiert ist, und eine Übersicht über den Tag.

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Nach der Bombardierung des Standorts des Kernkraftwerks Zaporizhia machen sie sich selbst Russland und die Ukraine Gegenseitige Verantwortung. Das größte Atomkraftwerk Europas steht in der von russischen Streitkräften besetzten Südukraine – dort kam es in den vergangenen Kriegsmonaten bereits mehrfach zu gefährlichen Situationen.

Präsident der Ukraine Wolodymyr Selinsky Er sprach von einem “terroristischen Akt” der russischen Seite und forderte neue Sanktionen, die sich speziell gegen die Atomindustrie des Nachbarlandes richten.

Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten Kiew Warnung: Wenn ein Reaktor während seines Betriebs verletzt wird, sind die möglichen Folgen „gleichbedeutend mit dem Einsatz einer Atombombe“.

Selenskyj fordert neue Sanktionen gegen Russland

„Jeder, der nukleare Bedrohungen für andere Nationen schafft, ist sicherlich nicht in der Lage, Nukleartechnologie sicher einzusetzen“, sagte Selenskyj am Samstagabend. Konkret forderte er Strafmaßnahmen gegen den russischen Staatskonzern Rosatom.

Erst vor wenigen Tagen äußerte sich die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) besorgt über die Lage rund um das Kraftwerk, das mit sechs Blöcken und einer Leistung von 6000 Megawatt das größte Atomkraftwerk ist. Europa Er.

Der Chef der Internationalen Atomenergiebehörde, Rafael Grossi, sagte, es bestehe dringender Bedarf für eine technische Sicherheitsinspektion. Aber für die IAEO ist es derzeit sehr schwierig, in das Kriegsgebiet in Saporischschja einzudringen.

Russland und die Ukraine werfen sich gegenseitig vor, Atomkraftwerke bombardiert zu haben

Das russische Verteidigungsministerium gab bekannt, dass Teile der Stadt Enerhodar, in der sich das Kraftwerk befindet, die Strom- und Wasserversorgung verloren haben – und machte das ukrainische Militär dafür verantwortlich.

Außerdem wurde der Kernkraftwerksblock teilweise stillgelegt. Die Informationen können nicht unabhängig überprüft werden. Andererseits sagte die ukrainische Seite, die Russen hätten das Gebiet selbst bombardiert.

Der ukrainische staatliche Atomenergiekonzern Enerhoatom sagte, die russischen Angriffe hätten eine Hochspannungsleitung beschädigt, die mit einem nahe gelegenen Wärmekraftwerk verbunden sei.

Das ukrainische Außenministerium hat an die internationale Gemeinschaft appelliert, dafür zu sorgen, dass die Russen die Kontrolle über das Kernkraftwerk an die Ukrainer zurückgeben.

Putin und Erdogan wollen die Wirtschaftsbeziehungen ausbauen

Der russische Präsident Wladimir Bei ihrem Treffen vereinbarten Putin und sein türkischer Kollege Recep Tayyip Erdogan, die Wirtschaftsbeziehungen zwischen ihren beiden Ländern auszubauen..

Der stellvertretende russische Ministerpräsident Alexander Novak sagte, dass bei dem Treffen am Freitag in der südrussischen Touristenstadt Sotschi “sehr wichtige Entscheidungen” im Bereich Handel und Wirtschaft getroffen wurden. So sollen beispielsweise die Kooperationsbedingungen für russische und türkische Unternehmen erleichtert werden.

Worauf er gespannt wartete, war, ob setze es ein Erdogan wird über die Möglichkeit sprechen, dass Russland türkische Kampfdrohnen beschafft. Im Zuge seines Krieges gegen die Ukraine hat Moskau kürzlich Interesse an Bayraktar TB2-Waffen bekundet.

Aber am Abend sagten Journalisten der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Nowsti, dass die beiden Präsidenten das Thema nicht berührten.

Lettland setzt Visa für Russen auf unbestimmte Zeit aus

Lettland verhängte angesichts des Krieges in der Ukraine weitere unbefristete Beschränkungen für die Ausstellung von Visa an Russen.

Die lettische Botschaft in Moskau akzeptiere ab sofort nur noch Visaanträge von russischen Staatsbürgern, die an der Beerdigung eines nahen Verwandten in Lettland teilnehmen müssen, teilte die diplomatische Vertretung der baltischen Staaten bei der Europäischen Union und der Nato mit.

Elfmeter, nachdem Fenerbahce-Fans „Putin“ skandiert hatten.

Nachdem Fenerbahce-Fans während des Spiels gegen Dynamo Kyiv „Wladimir Putin“ skandiert hatten, verhängte die UEFA eine Geldstrafe gegen den türkischen Klub. Fenerbahce muss laut UEFA eine Geldstrafe von 50.000 Euro zahlen und wurde für seine Fans zu einem teilweisen Lockdown verurteilt.

Zahlreiche Fenerbahce-Fans skandierten den Namen des russischen Präsidenten in der zweiten Halbzeit des Spiels der zweiten Qualifikationsrunde für die Champions League in Istanbul. Vitaly Bogalskij (57. Minute) brachte die Ukrainer in Führung, dann ertönte von der Tribüne der Ruf von „Wladimir Putin“. Auch in den sozialen Medien wurde der Vorfall breit diskutiert. Viele Fenerbahce-Fans drückten ihr Bedauern über das Verhalten ihrer Fans im Stadion aus.

Das wird am Samstag wichtig

Am 164. Kriegstag dürften sich die russischen Angriffe vor allem auf die Region Donezk in der Ostukraine konzentrieren. Die ukrainische Armee verteidigt die Städte Solidar und Bakhmut.

Diese ist strategisch wichtig, da sie Teil der Verteidigungslinie um die Agglomerationen der Städte Sloviansk und Kramatorsk ist.
©dpa

Aktualisiert am 08.05.2022 um 17:45 Uhr

Offenbar verbrennt der russische Staatskonzern Gasprom Gas, das eigentlich nach Deutschland geliefert werden sollte. Das geht aus einem Bericht der “Welt” hervor. In der Kompressorstation in Portovaya bei Sankt Petersburg, Russland, ist ein Feuer zu sehen.

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