Börse Express – Vorsitzender der Bundesbank: Höhere Inflation darf nicht geschaffen werden

ELTVILLE (dpa-AFX) – Bundesbankpräsident Joachim Nagel hat davor gewarnt, dass die derzeit hohe Inflation greifen wird. „Als Mitglieder des EZB-Rats müssen wir dafür sorgen, dass die steigende Inflation mittelfristig nicht greift“, sagte Nagel laut dem Schreiben am Donnerstag bei einer Veranstaltung in Eltville am Rhein. “Notenbanken sollten aus meiner Sicht im Moment nicht zu spät oder zu wenig reagieren.” Andernfalls kann es erforderlich sein, die Zinssätze aggressiver anzuheben, um die Inflation zu kontrollieren. Dies würde zu deutlich höheren volkswirtschaftlichen Kosten führen.

„Wir müssen Haushalten und Unternehmen klare und rechtzeitige Signale geben, dass wir uns für die Wahrung der Preisstabilität einsetzen“, sagte Nagel, Mitglied des EZB-Rates. „Diese Signale tragen dazu bei, die Inflationserwartungen zu senken und die Inflation wieder auf das Zielniveau zu bringen.“ Die Inflationserwartungen der privaten Haushalte und Unternehmen in Deutschland sind laut Bundesbank zuletzt gestiegen. Bei ungebremsten Inflationserwartungen besteht die Gefahr steigender Lohnforderungen, was wiederum zu Preiserhöhungen der Unternehmen führen könnte.

Die Europäische Zentralbank strebt mittelfristig Preisstabilität mit einer jährlichen Inflationsrate von 2 Prozent für den Währungsraum von 19 Ländern an. Hohe Inflationsraten mindern die Kaufkraft der Verbraucher, sodass sie sich weniger für einen Euro leisten können.

Angesichts der rekordhohen Inflation hat der Rat der Europäischen Zentralbank (EZB) kürzlich den Ausstieg aus der jahrelang ultralockeren Geldpolitik beschlossen: Anleihekäufe in Milliardenhöhe enden am 1. Juli. Bei der nächsten ordentlichen Sitzung des Europäischen Zentralbankrates am 21. Juli will die Notenbank erstmals seit elf Jahren die Leitzinsen zunächst um jeweils 0,25 Prozentpunkte anheben. Ein weiterer Schritt ist für September geplant. Das Ausmaß dieses Anstiegs der Inflationsrate wird von den aktualisierten Erwartungen der mittelfristigen Inflation abhängen. /mar/DP/jsl

AXC0279 2022-06-23/16:39

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