Böse Puppen schwimmen an die Spitze der Welt

Die Alexandre-Schwestern leben seit zehn Jahren in Österreich und haben nun ihre ersten Medaillen bei den Rot-Weiß-Rot-Weltmeisterschaften im Synchronschwimmen gewonnen. Vor allem verdienten sie sich den Respekt der Jury.

Budapest. Mit ihrer Gratis-Show „Evil Dolls“ kratzten sie zuletzt an der Marke von 93, und Anna-Maria und Eirini Alexandri übertrafen regelmäßig die magischen 90 Punkte bei ihren Auftritten. In jahrelanger harter Arbeit haben die Synchronschwimmer die Jury überzeugt und sich einen Stammplatz an der Weltspitze erarbeitet. „Österreich ist jetzt ein führendes Land im Synchronschwimmen“, sagte Vasiliki Alexandri, die dritte Schwester im Bunde.

Bei den Weltmeisterschaften in Budapest stellte der 24-jährige Alexandris persönliche Rekorde auf und holte schließlich eine historische Doppel-Bronze-Verpackung in Bezug auf Technik und Kür. Die dritte Drillingsschwester Vasiliki belegte in den Einzelwettbewerben jeweils den fünften Platz. Es ist der Lohn der vergangenen Jahre, in denen sie sich stetig an die Spitze der Ratings gearbeitet haben. „Alle haben gesagt, dass wir endlich bekommen, was wir verdienen“, sagte Irene.

Die Alexandri-Zwillinge sind seit zehn Jahren in Österreich, die Griechen wurden im Juni 2014 eingebürgert. Gemeinsam mit Trainerin Albina Mladena arbeiten die beiden Teams an folgenden Highlights: Bei der EM in Rom im August wollen Anna Maria und Irini um einen Angriff auf den Goldfavoriten Ukraine zu starten, eine Medaille wird auch bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris angestrebt. „Wir arbeiten jetzt an dem Ziel, die Ukraine zu schlagen“, erklärte Anna Maria. Bei Olympia im vergangenen Jahr betrug der Unterschied fünf zu sechs Punkte, in Budapest nur etwa 1,3 Punkte.

Die Alexandris glauben, dass ihre besten Platzierungen in den vergangenen Monaten (zweimal Bronze 2021 und Siebter bei Olympia in Tokio) und jetzt in der WM auch der Pandemie geschuldet sind. Lange Zeit gab es überhaupt keine Wettkämpfe, deshalb sahen die Richter technische Schwimmer mit anderen Augen an. Auch die Zusammenarbeit mit dem strengen Star-Choreografen Stefan Mermont zahlt sich aus.

In Budapest gab es beispielsweise die ersten beiden WM-Medaillen im Synchronschwimmen des Österreichischen Schwimmverbandes. Vor dem Erfolg von Alexandris bei der letztjährigen Europameisterschaft waren die OSV-Synchronschwimmer 34 Jahre ohne Medaille (Silber bei der Europameisterschaft 1987 durch Eva Woerich in Straßburg).

(rot.)

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