Brawl Stars: Online-Mobber, In-App-Käufe und Glücksspiel

Das Echtzeit-Strategiespiel Brawl Stars ist nach Clash Royale und Clash of Clans der nächste große Hit von Supercell. Auch vier Jahre nach Markteinführung hält der Hype um das kostenlose Spiel für mobile Geräte bei der jungen Fangemeinde, insbesondere bei den Neun- bis Elfjährigen, noch immer an. Es wurde über 100 Millionen Mal bei Google Play heruntergeladen. Doch das Online-Spiel hat seine Tücken: In-App-Käufe, fragwürdiges Bonusmodell und der Kontakt mit Fremden können Probleme bereiten. Die Sicherheitsexperten von ESET sagen Eltern, worauf sie achten müssen, damit Sie Ihr Spielerlebnis nicht verderben.

Erfolg kann gekauft werden

An sich ist das Online-Spiel nichts Neues: Brawl Stars kombiniert einfach klassische und erfolgreiche Spielmodi und -prinzipien. Nicht nur die komische Optik, sondern auch die kurzen Spielrunden, der unkomplizierte Start und die schnellen Erfolge machen Brawl Stars für Kinder sehr attraktiv. Doch neben dem reinen Spaß geht es bei diesem Spiel vor allem um das Sammeln und Aufwerten von Spielfiguren (den sogenannten Beschwörern). Damit der Brawler jedoch die Inhalte freischaltet, die er bewerben muss, muss er viel Zeit investieren. Es ist einfacher, Wertsachen per In-App-Kauf zu erhalten. Denn der Sprung zum nächsten Level und die Steigerung Ihres Rufs kommen nur, wenn Sie genügend Trophäen, Token und Edelsteine ​​​​verdienen.

Das sogenannte Pay-to-Win-Prinzip, also der Erfolg des Kaufs, wird häufig in kostenlosen Anwendungen verwendet. Ein Siebenjähriger nutzte dies im vergangenen Jahr aus und kürzte die Kreditkarte seiner Eltern um 2.000 Euro. Auch wenn finanzielle Folgen aufgrund seiner Kraft vermieden werden konnten, offenbart das Alter des Kindes ein weiteres Problem: Auch die Kleinsten können das Spiel problemlos herunterladen. Für Spiele-Apps wie Brawl Stars, die nur online erscheinen, gibt es derzeit kein standardisiertes Testverfahren und damit auch keine strukturierte Altersfreigabe. Beispielsweise wird bei Google Play die Altersspanne ab 10 Jahren angezeigt, im Apple Play Store ab 9 Jahren. Pädagogische Fachkräfte empfehlen das Spiel erst ab 14 Jahren.

Attraktive Anreize für Kinder

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor: Der Multiplayer-Modus ermöglicht es auch jungen Spielern, auf Fremde zu treffen. Da die Spiele nicht moderiert werden, sind Hasskommentaren, Beleidigungen oder sexueller Belästigung keine Grenzen gesetzt. Wichtig waren auch Experten der Stiftung Warentest: Bei Brawl Stars und Clash Royale sollen sie Nutzergruppen gefunden haben, die nach Pornoseiten benannt sind. Dies weist darauf hin, dass der Inhalt vom Hersteller nicht gründlich geprüft wurde.

Hinzu kommen komplexe Tausch- und Zahlungssysteme und ein fragwürdiges Belohnungsmodell, das Experten Ähnlichkeiten mit dem Glücksspiel sehen. In Brawl Stars, aber auch in anderen Spiele-Apps können Spieler Loot Truhen (Beutekisten) mit erspielten Münzen, Edelsteinen oder echtem Geld kaufen. Das ist nichts Neues, wertvolle Gegenstände können auch in anderen Spielen gekauft werden. Aber die Spieler wissen nicht, was sich in diesen Truhen befindet: Von Wertsachen bis Summen ist alles da. Andererseits bleibt die Motivation zum Weiterspielen erhalten, bis das „Richtige“ kommt. Andererseits ist es verlockend, diesen Weg mit In-Game-Käufen abzukürzen, um schneller an die gewünschten Inhalte zu kommen.

Tipps für Eltern:

  • Vereinbaren Sie NutzungszeitenDie kurzen Runden von Brawl Stars verführen Kinder zum schnellen Spielen. Auch der gesellschaftliche Druck, als Team zu gewinnen, ist nicht zu unterschätzen. Eltern sollten klare Nutzungszeiten festlegen, zB im Mediennutzungsvertrag, zB die Anzahl der erlaubten Sitzungen pro Tag.
  • In-App-Käufe entscheiden: Wenn Eltern In-App-Käufe nicht komplett blockieren wollen, sollten sie sich mit ihren Kindern zum Beispiel darüber einigen, wie viel Taschengeld sie dafür ausgeben können.
  • Keine hinterlegten Zahlungsarten: Eltern sollten beispielsweise darauf achten, dass ihre Kreditkarte nicht für In-App-Käufe auf dem Smartphone gespeichert wird.
  • Blockieren Sie In-App-Käufe auf dem Smartphone eines Kindes: Für iPhone und iPad durch Einstellen der Bildschirmzeit / Einschränkungen und Einkäufe im iTunes & App Store. Klicken Sie auf den Reiter „In-App-Käufe“ und „Nicht zulassen“. (Hinweis: Es ist besser, den Screen Time Code zu aktivieren, damit das Kind diese Funktion nicht selbst ausschaltet.) Öffnen Sie auf Android-Geräten den Play Store und öffnen Sie den Punkt Einstellungen über den dreizeiligen Code. Gehen Sie unter Benutzersteuerung zu Authentifizierung für Käufe erforderlich und tippen Sie auf Für alle auf diesem Gerät getätigten Google Play-Käufe.
  • Richten Sie eine Drittanbietersperre ein: Wertgegenstände im Spiel werden auch von Drittanbietern angeboten. Sie fragen nach persönlichen Informationen oder Geld. In vielen Fällen kommt das Versprechen beim Spieler nicht an. Sicherer ist es, eine „Drittanbietersperre“ beim Mobilfunkanbieter per E-Mail, im Online-Kundenbereich oder in der Kundenanwendung zu beantragen. Drittanbieter können die Mobilfunknummer nicht zur Abrechnung kostenpflichtiger Dienste verwenden.
  • Verwenden Sie die Einstellungsoptionen im Spiel: Im Einstellungsbereich können beispielsweise Push-Nachrichten ausgegeben und die Kommunikation mit Fremden über die Chat-Funktion ausgeschlossen werden. Eltern sollten Kindern beibringen, persönliche Daten wie Name, Wohnort, Hobbys usw. nicht preiszugeben. Man weiß nie, wer am anderen Ende der Leitung ist.
  • Im Gespräch mit den Kindern: Eltern wird empfohlen, sich mit dem Spiel vertraut zu machen und die Risiken mit dem Kind zu besprechen. Wenn Sie nicht alleine spielen möchten, können Sie sich Let’s Play-Videos auf YouTube ansehen. Auf diese Weise werden auch die Eltern über Spiele-Updates informiert.

diese: SaferKidsOnline

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