Das Asowsche Regiment – ein leuchtendes Beispiel für den Feind Russlands

Russland hat das ukrainische Asow-Regiment als “terroristische Organisation” bezeichnet. Wer sind diese Kämpfer – und was bedeutet der Gerichtsbeschluss für gefangene Kämpfer in Russland?

Die Kämpfer des ukrainischen nationalistischen Asow-Regiments gelten in Russland inzwischen als Terroristen: Der russische Oberste Gerichtshof hat das Asow-Regiment am Dienstag als „terroristische Organisation“ eingestuft und seine Aktivitäten in Russland verboten. Daran war ein Richter des Gerichtshofs der russischen Nachrichtenagentur beteiligt schmecken mit. Für das von Russland gefangene Personal des Asowschen Bataillons könnte die Entscheidung eine sehr harte Strafe bedeuten – die kämpfenden ostukrainischen Separatisten haben bereits mit der Todesstrafe gedroht.

Das Asow-Regiment ist eine rein freiwillige Infanterie-Militäreinheit, die ursprünglich 2014 als rechte Freiwilligenmiliz gegründet wurde, die gegen von Russland unterstützte Separatisten in der Ostukraine kämpft. Das Ziel: prorussische Kämpfer von ukrainischem Territorium zu vertreiben.

Das Regiment und die Einheit der 36. Marinebrigade spielten eine Schlüsselrolle bei der Verteidigung der Stahlwerke in der ostukrainischen Hafenstadt Mariupol. Erst nach wochenlanger Belagerung und Bombardierung durch die russische Armee kapitulierten die ukrainischen Einheiten der russischen Armee.

Anfang Juni gaben die russischen Behörden bekannt, dass mehr als 1.000 Asowstal-Kämpfer zu Ermittlungszwecken an unbekannte Orte in Russland verlegt worden seien. Mehr als 1.000 ergaben sich. Die genaue Zahl ist unbekannt.

Als “Neonazis” und “Kriminelle” Russlands

Für Russland sind die “Azoves” Feinde. Nachdem sie im Mai die Azovsteel-Hütte beschlagnahmt hatten, wurden sie von der russischen Propaganda als „Neonazis“ dargestellt. Mariupol ist nun endgültig “kriminell”, und die Kämpfer wurden in Fernsehsendungen als “Kriminelle” dargestellt.

Die ehemalige Führung des Asow-Regiments hatte zum Zeitpunkt seiner Gründung rechte Ansichten. Heute stehen diese Positionen nicht mehr im Mittelpunkt; Die Einheit wurde in die Reihen der ukrainischen Nationalgarde integriert. Aber die Kämpfer teilen eine tiefe Ablehnung der imperialistischen Politik des russischen Präsidenten Wladimir Putin und ein patriotisches Selbstverständnis, das seit 2014 durch Kampferfahrung gespeist wird.

Vor wenigen Tagen wurden bei einem Angriff auf ein von prorussischen Separatisten kontrolliertes Gefängnis in der Ostukraine mehr als 50 Gefangene getötet und mindestens 75 verletzt, auch viele Asow-Kämpfer wurden getötet. Die russische und die ukrainische Seite machten sich gegenseitig für den Tod von Gefangenen in der Stadt Olenivka bei Donezk verantwortlich.

(rot.)

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