Das Raumfahrtinstitut der Öaw feiert Geburtstag

Das Grazer Institut für Weltraumforschung der ÖAW feiert sein 50-jähriges Bestehen. Mit seinem wissenschaftlichen Know-how und hochauflösenden Weltraummessinstrumenten trägt es an Bord vieler Raumsonden zur Erforschung unseres Sonnensystems und unserer Heimatgalaxie, der Milchstraße, bei. Als vertrauensvoller Partner internationaler Raumfahrtagenturen bringt das Institut Österreich seit mehr als 50 Jahren erfolgreich ins All.

Wie hat alles angefangen

Mit der ersten bemannten Landung auf dem Mond im Juli 1969 erlebte die Weltraumforschung einen enormen Aufschwung. In diesem Jahr flog das erste österreichische Messinstrument mit einer Forschungsrakete ins All. Zwei Jahre später, mit der Gründung von Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW) Weltraumforschung auf breiter wissenschaftlicher Basis. Aus den zunächst drei angesiedelten Standorten Wien, Graz und Innsbruck entwickelte sich Graz als Forschungszentrum für Weltraumwissenschaften. Unter der Leitung von Professor Otto Burkard, Oberdirektor, ist das ÖAW-Institut auf erdnahe Weltraumphysik, Satellitengeodäsie und experimentelle Weltraumforschung spezialisiert.

Die Sternwarte Lustbühel wurde 1976 eröffnet. Seit 1982 betreibt das Institut dort eine Laserbeobachtungsstation, die zu den besten Beobachtungsstationen der Welt zählt und auch einen wertvollen Beitrag zur Weltraumsicherheit leistet. Sogenannter Weltraumschrott kann mit Lasertechnik geortet werden, um gefährliche Kollisionen mit anderen Satelliten oder mit der Internationalen Raumstation (ISS) zu vermeiden.

Zusammenarbeit mit der Sowjetunion und Beitritt zur Europäischen Weltraumorganisation

Als der österreichische Astronaut Willibald Riedler 1984 das Institut übernahm, erlangte die österreichische Weltraumforschung internationale Bedeutung. Seine Kontakte ermöglichten die wissenschaftliche Beteiligung an den sowjetischen Missionen Komet Halley, Venus und Mars.

Der Vollbeitritt Österreichs zur Europäischen Weltraumorganisation (ESA) im Jahr 1987 eröffnete weit über die Landesgrenzen hinaus weitreichende Möglichkeiten für Forschungskooperationen.

Separates Institutsgebäude

Das Institut ist seit vielen Jahren auf sechs verschiedene Standorte in Graz verteilt. Die Gründung des ÖAW-Forschungszentrums Graz (heute Victor Franz Hess Research Center) im November 2000 war ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Instituts. Durch die Bündelung von Kompetenzen unter einem Dach wurden interne Kooperationen gestärkt und neue Türen in die Welt von Forschung und Technologie geöffnet.

Unter Hans Sünkel, der das ÖAW-Institut vier Jahre lang leitete, und Wolfgang Baumjohann, der das Institut 17 Jahre lang leitete, wurde die Teilnahme an Weltraummissionen erfolgreich ausgebaut. Baumjohanns Verbindungen zur NASA und der Japan Aerospace Exploration Agency (JAXA) ermöglichten es Österreich, an Missionen wie MMS oder BepiColombo mitzuarbeiten.

Über 40 Weltraummissionen, über 100 Fluginstrumente

Insgesamt hat die Weltraumforschung der ÖAW an mehr als 40 Missionen teilgenommen und mehr als 100 Fluginstrumente entwickelt. Derweil flog der Weltraum-Supertech „Made in Graz“ zum Saturn und seinen Monden und landete mit der an Bord gestarteten Rosetta-Mission erstmals auf einem Kometen Saft Bald wirst du bei Jupiters Eismonden sein Plateau Erkunden Sie Planeten außerhalb unseres Sonnensystems.

die Gegenwart und die Zukunft

Seit Oktober 2021 leitet Christian Healing das Institut, eine der größten Einrichtungen der ÖAW. Heute leitet er ein Team von rund 100 Mitarbeitern aus 20 Ländern. Es wird von den Leitern der acht Forschungsgruppen unterstützt. Mit Helling verlagert sich der Forschungsschwerpunkt des Instituts zunehmend in Richtung Exoplaneten. Ihre Erforschung führt die Wissenschaft in weit entfernte Welten, Lichtjahre von der Erde entfernt. Bisher wurden mehr als 5.000 Proben entdeckt, und die Zahl steigt täglich.

“Die Erforschung von Exoplaneten erfordert einen multidisziplinären Ansatz, den wir in der Akademie für Weltraumforschung auf Grundlagenarbeiten zu den Körpern in unserem Sonnensystem aufbauen und erweitern werden. Ich freue mich darauf, die Wissenschaftslandschaft in Zusammenarbeit mit lokalen Experten des Instituts zu gestalten.” , Universitäten und im Großraum Steiermark“ freut sich Christian Helling auf eine ideenreiche Zukunft des Instituts.

Der Internationale Währungsfonds feiert

Die Leistungen des ÖAW-Instituts für Weltraumforschung haben in den vergangenen fünf Jahrzehnten maßgeblich zur Entwicklung Österreichs zu einem international anerkannten und bedeutenden Weltraumstandort beigetragen. Dieser Erfolg wird am Dienstag, 28. Juni 2022, im Rahmen einer Gala mit hochrangigen Gästen aus Forschung und Politik gefeiert.

Amüsante Einblicke in die Arbeit des Instituts können Sie außerdem noch bis 11. September 2022 im CoSA – Center for Scientific Activities in Graz erleben. Sonderausstellungsauftrag möglich! Zum Anschauen, entstanden in Zusammenarbeit mit FRida & freD – Grazer Kindermuseum. Die Show zeigt, wie eine Weltraummission funktioniert – in einem großen Comicstrip, der auf 21 rund 30 Meter langen Fotos die Aktivitäten der Grazer Weltraumforscher zeigt. Es gibt auch originale Raummessgeräte, die es wert sind, bewundert und ausprobiert zu werden.

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