Die Wähler in Kansas stimmen für die Wahrung des Rechts auf Abtreibung


In Kansas wurde über das Recht auf Abtreibung abgestimmt.
©AP

Im US-Bundesstaat Kansas haben die Wähler für die Wahrung des Rechts auf Abtreibung gestimmt.

US-Medien zufolge haben die Wähler am Dienstag in einem allgemeinen Referendum in dem traditionell konservativen Bundesstaat die Idee, das Recht auf Abtreibung aus der Landesverfassung zu streichen, mit deutlicher Mehrheit abgelehnt. Andernfalls hätten Abtreibungen in Kansas stark eingeschränkt oder ganz verboten werden können.

Das Referendum im Bundesstaat Midwest war die erste Abstimmung zu diesem Thema, seit der Oberste Gerichtshof der USA am 24. Juni das Grundrecht auf Abtreibung aufgehoben hat.

Gesetzlich geregelt

Als Reaktion darauf führte der von den Republikanern dominierte Gesetzgeber von Kansas eine Änderung namens Value Alike ein. Ziel war es, das in der Landesverfassung verankerte Recht auf Abtreibung abzuschaffen – mit dem Ziel, die Regelung wieder dem Gesetzgeber zu überlassen.

Befürworter des Rechts auf Abtreibung sahen in der Kampagne den Versuch, den Weg für ein pauschales Verbot zu ebnen. Ein konservativer Abgeordneter hat bereits einen Gesetzentwurf eingebracht, der Abtreibungen bei Vergewaltigung, Inzest oder Lebensgefahr der Mutter ausnahmslos verbieten würde. Derzeit garantiert der Staat den Zugang zur Abtreibung bis zur 22. Woche.

Abstimmung in Kalifornien und Kentucky

Die Abstimmung gilt auch als Testfall für das Abtreibungsrecht in den Vereinigten Staaten insgesamt. Mehrere republikanisch dominierte Staaten ebnen derzeit den Weg für strenge Abtreibungsverbote nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs von Washington.

In anderen Bundesstaaten wie Kalifornien und Kentucky werden die Bürger im November über das Thema abstimmen, zeitgleich mit den Kongresswahlen. Sowohl Republikaner als auch Demokraten hoffen, ihre Unterstützer für diese Sache gewinnen zu können.

Am 24. Juni hob der Oberste Gerichtshof das wegweisende „Roe v. Wade“-Urteil von 1973 auf, das ein Grundrecht auf landesweite Abtreibung verankert. Die Entscheidung löste ein politisches Erdbeben aus und gilt als historischer Wendepunkt. Da es kein Bundesgesetz zum Schwangerschaftsabbruch gibt, können die Bundesländer den Schwangerschaftsabbruch nun weitgehend oder ganz verbieten.

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