Erwarten Sie einen schwachen Start: Rezessionsängste halten den DAX in Schach


Marktbericht

Stand: 23.06.2022 07:43 Uhr

Der DAX dürfte am Mittwoch die Schwächephase fortsetzen und mit Verlusten in den Handelstag starten. Die Angst vor einer Rezession zwingt Anleger zur Vorsicht.

Der IG-Broker bewertete den DAX eine gute Stunde vor Handelsbeginn um 0,4 Prozent im Minus bei 13.096 Punkten. Gestern, nach drei freundlichen Handelstagen, hatte der deutsche Leitindex Bedenken wegen einer anhaltenden Rezession Er verlor 1,1 Prozent auf 13.144 Punkte. „Wenn der Index nachhaltig die 13.000-Punkte-Marke durchbricht, dürfte ein Test des Jahrestiefs bei 12.438 Punkten unausweichlich sein“, prognostizieren die Marktbeobachter der Helaba.

Wichtige Wirtschaftsdaten stehen unmittelbar bevor

morgens aufstehen Die ersten Schätzungen der Juni-PMIs für Deutschland und die Eurozone. Sie ist von großer Bedeutung, kommentiert Dirk Stephen, Leiter Kapitalmarktstrategie bei der Deutschen Bank. „Denn auch wenn in der Eurozone und den USA mit Werten oberhalb der 50-Punkte-Expansionsschwelle gerechnet wird, dürfte sich deren Dynamik weiter verlangsamen.“

Der Experte glaubt, dass positive Überraschungen bei den Juni-PMI-Werten das Vertrauen in das Wirtschaftswachstum zumindest teilweise wiederherstellen könnten.

Auch in Asien und den Vereinigten Staaten ist die Rezession ein Thema

Die Vorgaben der US-Börsen sind schwach, die Anleger dort befürchten eine drohende Rezession. Der Dow-Jones-Index schloss mit einem Minus von 0,2 Prozent bei 30.483 Punkten. Der Nasdaq-Technologieindex fiel um 0,2 Prozent auf 11.053 Punkte. Der Standard & Poor’s 500 verlor 0,1 Prozent auf 3.759 Punkte.

In seiner halbjährlichen Anhörung vor dem US-Kongress verpflichtete sich der Vorsitzende der US-Notenbank, Jerome Powell, zu schnelleren Zinserhöhungen, um die Inflation zu kontrollieren. Gleichzeitig versuchte er, wirtschaftliche Bedenken zu zerstreuen. „Wir versuchen nicht, eine Rezession auszulösen, und das werden wir wahrscheinlich auch nicht müssen“, fügte der Vorsitzende der US-Notenbank hinzu.

Der Nikkei bewegte sich nicht mit Schwierigkeiten

Auch in Asien bleiben die Anleger relativ zurückhaltend. Der Nikkei blieb im Jahresverlauf nahezu unverändert bei 26.147 Punkten. Der breitere Topix-Index lag unverändert bei 1.853 Punkten. Die Shanghai Stock Exchange zeigte sich zunächst unbeeindruckt von Rezessionsängsten und legte um 0,5 Prozent zu. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,4 Prozent.

Musk: Teslas Fabriken in Grunheide und Texas verlieren Milliarden

Laut CEO Elon Musk verlieren Teslas neue Werke in Grunheide und Texas derzeit Milliarden. Der Grund ist ein Mangel an Batterien und Probleme in der Lieferkette aufgrund der Situation in chinesischen Häfen. In Texas laufen derzeit nur wenige Autos vom Band.

Musk sagte, es gebe Schwierigkeiten, die Produktion der 4.680 neuen Batterien hochzufahren, und die Werkzeuge, die für die Herstellung von 2.170 konventionellen Batterien benötigt werden, „stecken in einem Hafen in China fest“. Das Werk in Grünheide stehe “etwas besser da”, weil von Anfang an konventionelle 2170er Batterien verbaut seien.

Microsoft: Verbündete der Ukraine im Visier russischer Hacker

Laut Microsoft greifen russische Hacker im großen Stil die westlichen Verbündeten der Ukraine an. Der Softwarekonzern warnte davor, dass er speziell auf Regierungscomputer in NATO-Staaten abziele. Das erste Ziel sind die Vereinigten Staaten, aber Microsoft-Experten haben im Allgemeinen Angriffe russischer Hacker auf 128 Organisationen in 42 Ländern außerhalb der Ukraine identifiziert. Seit dem 24. Februar haben sie erfolgreich Netzwerke kompromittiert, die bei 29 % der Angriffe angegriffen wurden.

Teileknappheit: Volkswagen kürzt Stunden, Löhne in Brasilien

Volkswagen senkt wegen Lieferengpässen Arbeitszeit und Löhne in seinem Werk in Brasilien. Der Gewerkschaftsfunktionär Wellington Damasceno sagte, die Gewerkschaft habe dem Vorschlag des deutschen Autoherstellers zugestimmt, die Arbeitszeit um 24 Prozent und die Löhne um 12 Prozent ab Juli zu kürzen, um eine Schließung zu verhindern. Die Vereinbarung tritt ab dem 7. Juli auf unbestimmte Zeit in Kraft, wenn die Arbeitnehmer voraussichtlich von einer 10-tägigen Schließung zurückkehren werden. Das Verfahren wird monatlich überprüft und das Ende hängt von der Normalisierung der Versorgung mit Autoteilen ab.

Netflix wird bald mit Werbung kommen

Die Aktien des US-Streaming-Anbieters Netflix sind gestern gestiegen. Die Händler führen dies auf einen Bericht des Wall Street Journal zurück, wonach Comcast, NBCUniversal oder Google mit einer neuen, werbefinanzierten Abo-Option mit Rabatt Netflix-Partner werden könnten. Netflix gab im ersten Quartal einen Verlust von 200.000 Abonnenten bekannt. Der Konzern hatte mit 2,5 Millionen Neukunden gerechnet.

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