ESA-Mission BepiColombo bringt Merkur in Sicht

Japanische Europäer BepiColombo-Sonde Auf ihrer Reise zum Merkur wird sie am Donnerstag zum zweiten Mal ihr zukünftiges Ziel überfliegen und ihren Zielplaneten ins Visier nehmen. Die Sonde wird Vorbeiflüge verwenden, um ihre Umlaufbahn und Geschwindigkeit zu ändern, und schließlich im Dezember 2025 den sonnennächsten Planeten erreichen. Institut für Weltraumforschung (IWF) Österreichische Akademie der Wissenschaften am Mittwoch.

Die Satellitenmission BepiColombo auf dem Weg zu dem rund neun Milliarden Kilometer entfernten Gesteinsplaneten wurde vor dreieinhalb Jahren wenig entdeckt. Während ihrer siebenjährigen Reise muss die Sonde mehrmals die Planeten überfliegen, bis sie abgebremst wird, bis sie schließlich ihre endgültige Umlaufbahn um den Merkur erreicht. Am heutigen Donnerstag soll der zweite von insgesamt sechs Mercury-Flügen mit zwei seiner Orbitalfahrzeuge Mio und MPO absolviert werden. Bereits im Oktober 2021 kam BepiColombo bis auf 200 Kilometer an den heißen Planeten heran. Am 23. Juni wird das Raumschiff erneut die Schwerkraft des Merkur nutzen, um seine Umlaufbahn und Geschwindigkeit praktisch ohne Antriebs- oder Treibstoffstrahlen zu ändern, so der in Graz ansässige Internationale Währungsfonds.

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Im Rahmen von BepiColombo werden erstmals zwei Raumfahrzeuge gleichzeitig zum Merkur fliegen. Das IWF ist an Magnetfeldmessungen sowohl in den Raumsonden als auch im Ionenspektrometer PICAM auf dem MPO beteiligt. Ab Dezember 2025 werden die Oberfläche und das Magnetfeld des Merkur mit Hilfe von Orbitern erkundet. Das europäisch-japanische Gemeinschaftsprojekt mit Gesamtkosten von rund 2 Milliarden Euro soll helfen, die Ursprünge des Sonnensystems zu verstehen.

Die beiden Magnetometer wurden bereits beim Erstflug im Herbst 2021 eingeschaltet: „Für einige der Instrumente an Bord war dies der Beginn der wissenschaftlichen Datenerhebung und eine Gelegenheit, sich auf die Hauptmission vorzubereiten“, sagt Wolfgang Baumjohan, Carry der wissenschaftliche Leiter des Mio-Magnetometers. Beispielsweise haben die MPO-Magnetometer-Sensoren, die sich auf dem bereits entdeckten Ausleger (Verlängerung) befinden, bereits Details des Sonnenwinds und des Magnetfelds um Merkur aufgezeichnet.

sagt Daniel Schmid, Wissenschaftler im Team Magnetismus Graz. Der Anstieg und Abfall des Magnetfelds und des Sonnenwinds des Planeten kann bereits über die aufgezeichneten Daten hörbar gemacht werden. Das Ionenspektrometer PICAM hat erstmals Ionen auf beiden Seiten des Planeten Tag und Nacht nachgewiesen. Diese Daten werden jedoch noch ausgewertet.

Beim zweiten Flug zum Zielplaneten will das PICAM-Team Betriebsmodi mit hoher Zeitgenauigkeit nutzen und testen. Die Fähigkeit der Ionenkamera, Quasi-Aufnahmen durch schnelle Messungen mit einer Integrationszeit von nur 250 Millisekunden pro Einstellung zu erstellen, ist erforderlich, um die hochdynamischen Prozesse an den Rändern der Magnetosphäre des Merkur zu erfassen und zu fotografieren. Der nahezu unterbrechungsfreie Betrieb von 72 Stunden bietet zudem die Möglichkeit, das Verhalten und die Zuverlässigkeit des Instruments in Langzeitmessungen zu untersuchen.

Das Magnetfeld wird überprüft

Insgesamt erhoffen sich die Grazer Forscher vom zweiten Flug des Merkur ein besseres Verständnis des Magnetfelds. BepiColombo wird erneut über die Südhalbkugel fliegen und sich diesmal dem Planeten auf 200 Kilometer nähern. Aber dieses Mal wird die Raumsonde auch die Tagseite erkunden und dabei besonderes Augenmerk auf die Wechselwirkung zwischen dem Sonnenwind und dem schwachen inneren Magnetfeld von Merkur legen.

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