Feuerwehr sieht „enorme Gefahr“ am Explosionsort – Zug fährt wieder

Aktualisiert am 08.06.2022 um 16:39 Uhr

  • Das Feuer an der Explosionsstelle im Grünwald in Berlin bedroht das Gebiet weiterhin.
  • Der Eindämmungskreis wird wahrscheinlich noch einige Tage um das Feuer herum verbleiben.
  • Gleichzeitig gibt es eine erste Erleichterung.

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Trotz der ersten Wirkung der Löschmaßnahmen stellt der Brand im Grunwald in Berlin aus Sicht der Feuerwehr weiterhin eine “enorme Gefahr” dar. Die seit Ausbruch des Feuers am Donnerstag bestehende 1000-Meter-Sicherheitszone rund um das Gelände wird weiterhin aufrechterhalten.

Doch am Samstag gab es eine Erleichterung für den Bahnverkehr: Die Feuerwehr gab in Absprache mit der Polizei die Zugtrasse über den Rand des Sperrgebiets wieder frei. Damit können sowohl der öffentliche Nah- als auch der Fernverkehr wieder auf die Straße fahren. Die Bahn verkehrt zwischen den Hauptbahnhöfen in Berlin und Potsdam. S-Bahnen waren ebenso betroffen wie Regional-, IC- und ICE-Züge.

Nach Angaben eines Sprechers wird der Zugverkehr schrittweise wieder aufgenommen. Dagegen bleibt die als Autobahn 115 bezeichnete Avus-Strecke, die in der Nähe der Gefahrenstelle parallel zu den Gleisen verläuft, mindestens bis Sonntag gesperrt.

Externe Barrieren bleiben bestehen

Die Feuerwehr rechnet damit, dass der Sperrkreis um das Feuer noch einige Tage bestehen bleibt. „Löschmaßnahmen an der Sprengstelle und Kühlmaßnahmen an diesen drei vom Sprengstoffexperten identifizierten Hot Spots zeigen Wirkung“, sagte Feuerwehrsprecher Thomas Kerstein am Samstag in Berlin. Es geht jetzt um eine verlässliche Garantie für die Kühlung der Box.

„Selbst wenn wir den Schienenverkehr freigeben würden, wären die äußeren Barrieren noch vorhanden“, sagte Kirsten. Die Situation am Ort der Explosion war nicht unter Kontrolle. “Es besteht natürlich eine enorme Gefahr”, sagt Kirsten. Es gibt gepanzerte Fahrzeuge und Roboter, die zur Kühlung eingesetzt werden. Bis zu 700 Grad wurden am Freitag gemessen. Zu den neuen Messungen wollte Kirstein keine Angaben machen. „Sie steht unter ständiger Überwachung“, sagte er.

Susan Bauer, Leiterin des Instituts für Rechtsmedizin der Berliner Polizei, kündigte Ermittlungen zum Sprengort an. „Wir fahren mit einem geschützten Auto, um zu sehen, was sich auf der Hauptstraße zum Explosionsort befindet, damit wir dann den Feuerbot dorthin schicken können.“ Dadurch müssen noch heiße Bereiche weiter gekühlt werden. „Dann wird die Lage neu bewertet“, sagte Bauer.

Die Brandursache ist noch unklar

Zur Brand- und Explosionsursache konnte sie keine Angaben machen. “Jetzt geht es um Sicherheit.” Informieren Sie sich über die Gefahren, mit denen Rettungsdienste umgehen müssen. “Wir können der Ursache nachgehen, wenn die Sprengstelle geräumt ist, und wir können mit den Ermittlern dorthin gehen.”

Der Feuerwehr gelang es, eine Ausbreitung des Feuers im umliegenden Wald zu verhindern. „Wir haben immer wieder die kleinen Feuernester gelöscht“, sagte Kirsten. Die Situation rund um die Sprengstelle muss umgehend neu bewertet werden, beispielsweise ob auch ein Einsatz der Feuerwehr möglich ist. „Dafür braucht es aber erst einmal mehr Sicherheit am Sprengort.“

Am Samstagabend entspannte sich die Lage

In der Nacht zum Samstag habe es keine weiteren Explosionen gegeben, hieß es. Die ferngesteuerten Roboter wurden aufgrund des entspannteren Modus in der Nacht zurückgezogen, um die Sperrzone zu erkunden. Die Arbeiten wurden am Samstag fortgesetzt. Die Feuerwehr und ein privates Unternehmen setzten ein Löschfahrzeug ein.

Das Feuer brach am Donnerstagabend am Ort der Explosion aus. In den Gebäuden auf dem Gelände lagerten tonnenweise alte Bomben, Munition und beschlagnahmte Feuerwerkskörper.

Explosionen waren zu hören, und das Feuer breitete sich den ganzen Tag über in dem trockenen Waldgebiet aus. Seit 1950 gibt es den Ort der Bombardierung zur Vernichtung von Waffen und Sprengstoff. Inzwischen ist die Polizei zuständig.

SPD-Politikerin skeptisch gegenüber Verkehrsmitteln

In der Debatte um alternative Standorte äußerte sich die stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion in Brandenburg, Inka Gussmann-Ritz, skeptisch. Sie sagte gegenüber Radio rbb24, dass das Berliner Umland inzwischen überfüllt sei. Auch hier müssen wir (…) sehr aufpassen, dass wir Menschen hier nicht einem erhöhten Risiko aussetzen.“ Transport und Erschütterungen sind hohe Risiken.

Doch sie merkt, dass Berlins Bürgermeisterin Franziska Jaffe (SPD) das Gespräch mit Brandenburg sucht. Der Abgeordnete sagte, Ministerpräsident Dietmar Wojdicki (SPD) hätte hier ein offenes Ohr. (dpa)
©dpa

Aktualisiert am 08.05.2022 07:36

Explosionen auf einem Sprengplatz der Berliner Polizei haben am frühen Donnerstagmorgen einen Waldbrand ausgelöst.

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