Fußball: Burger steigt mit Wien an die Spitze auf

Burger, die 2017 mit einem Sieg gegen die Schweiz Euphorie auslöste, leitet seit 2020 die Damenabteilung von Wien-Döbling und darf sich über eine erfolgreiche erste Saison in der Planet Pure Women’s League freuen. Die Aufsteigerinnen mussten lediglich Serienmeistern aus St. Pölten, Sturm Graz und Wiener Austria weichen. Das sagte Burger in einem Interview mit ORF.at. Mehr noch: „Mit Platz vier sind wir sogar noch über der Ziellinie gelandet.“

Vor allem sei sie etwas überrascht gewesen, „dass man in jedem Spiel gut durchhalten kann“, so der Sportdirektor. Denn die Erwartungen waren nach einer tadellosen Aufstiegssaison hoch: „Das erste Ziel, den Aufstieg, haben wir auf Anhieb erreicht, wir waren Favorit und haben das ohne Punkteverlust überstanden.“ Das haben die Bundesligisten gemerkt und erwartet, dass wir ganz oben mitspielen.“ “, sagte der 34-Jährige. “Uns war wichtig zu sehen, dass wir auch gegen die großen Teams Chancen haben und da mithalten können.”

Geba / Walter Luger

Auch die Aufsteigerinnen aus Wien, hier in Weiß, verkauften sich teuer gegen Serienmeisterin St. Pölten

Trotz der guten Leistung fehlte ein entscheidender Faktor, um die großen Spieler – allen voran Wolves St. Pölten – mächtig unter Druck zu setzen: „Wir müssen uns körperlich noch verbessern. Es ist ein Sprung von der zweiten in die erste Liga, wir gemerkt, dass wir in Sachen Sport nicht mit den großen Mannschaften mithalten können.“ Bei entsprechender körperlicher Konsequenz „hätte mehr drin sein können“, ist der ehemalige Stürmer überzeugt.

„Das Mittelfeld reicht uns nicht“

St. Pölten ist auch der Maßstab, an den Berger seine Wiener Mannschaft gestellt hat, die 1989 als erster Bundesligist eine Frauenabteilung gründete und vor zehn Jahren nach Ende 1997 wiederbelebte Die Nachfolge des Trainers, Aushilfe ist Nessi Köhler, werde “viel tun”, sagt Burger, “damit wir tiefer und breiter gehen und auf dem Platz mehr spielen können.” Außerdem bekommen die Döblingerinnen einen eigenen Sportcoach, um den Spitzenmannschaften auch körperlich nahe zu kommen. Taktisch sollen die Wiener im zweiten Jahr in der Bundesliga „mehr umgestellt“ werden.

Nina Burger gegen Irene Paredes, 2018

Geba / Mario Knißl

Burger (Mitte) bringt ihre 109 Länderspielerfahrung in ihren Job als Sportdirektorin ein

Der Weg, den Wien gehen soll, sei laut Burger klar vorgezeichnet. „Die nächsten Jahre im Mittelfeld reichen uns nicht, das Ziel ist es, mittelfristig ganz oben zu stehen und dauerhaft dort zu bleiben“, sagte der 34-Jährige. Dies soll vor allem mit Spielern unserer Jugend geschehen: “Wir sind fokussiert, wir schauen als ganze Mannschaft auf den Nachwuchs und hoffen, viele junge Spieler zu entwickeln und woanders hin zu bringen. Aber das Ziel ist es, die besten Spieler zu halten.” im Moment und spiele mit vielen Selfmade-Spielern dauerhaft an der Spitze.”

Marke Wien als Feature

Der Aufstieg der Männer in die League Two sei auch für die Blau-Gelben ein wichtiger Schritt gewesen, wovon kurzfristig Frauen, langfristig aber beide Geschlechter profitieren, sagt Burger: „Von diesem Aspekt profitieren wir sehr, mit Being Wien und eine gute Struktur und bessere Organisation und auch eine größere Fangemeinde zu haben, aber es ist auch eine Herausforderung, weil die Erwartungen auch größer sind.“

Die Wiener Traditionsmarke, die Burger mit seinem männlichen Pendant Markuskatzzer auch als Ganzes verstärkt, will nur ein Puzzleteil von vielen sein. „Namen bringen nicht gleichzeitig Erfolg, aber mehr Chancen: Infrastruktur, Finanzen, Ausbau des Jugendbereichs, mehr – ehrenamtliche – Mitarbeiter und mehr Zusammenhalt“, sagt der Niederösterreicher.

Auf jeden Fall wollen Burger und ihr Team einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Wien in der nächsten Saison in aller Munde ist. Denn während die Jungs zunächst daran interessiert sind, sich als Nachwuchsteam in der zweiten Liga zu etablieren, hofft die Sportdirektorin der Frauen auf den nächsten Schritt. Das bedeutet, dass man “einen Platz besser fährt als in der letzten Saison”. Oder kurz: ein Platz unter den ersten Drei.

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