Gegen soziale Gleichgültigkeit – Gewerkschaften in Niederösterreich wollen die Rentenlücke von 42 % beenden

Flughafen St. Pölten (OTS) Am 31. Juli 2022 war Rentengleichstellungstag in Niederösterreich. Das bedeutet, dass Männer an diesem wichtigen Stichtag bereits die gleiche Altersrente erhalten, die am Jahresende nur Frauen erhalten. Im Durchschnitt erhalten Frauen in Niederösterreich 42 Prozent weniger Rente! Damit liegt Niederösterreich hinter dem Bundesdurchschnitt von 41 Prozent. Im Allgemeinen bedeutet dies, dass Rentner etwa 13.000 Euro weniger verdienen als Rentner.

Am 2. August 2022 organisierten niederösterreichische Gewerkschaften eine gemeinsame Aktion in der St. Pöltner Innenstadt und informierten Passanten über diesen Missstand und die Forderungen der Gewerkschaften. Denn für viele Frauen bedeutet eine so niedrige Rente ein Leben unterhalb der Armutsgrenze, ein Leben in Abhängigkeit und im Widerspruch zu dem, was sie im Leben erreicht haben. Auch Rudolf Silvan, Nationalrat und Staatsminister der Pau-Holz-Union, und AKP-Vizepräsidentin für Niederösterreich Gerda Schilcher unterstützten die Aktion vor Ort. Menschen können am Rad des Reichtums drehen und die politische Frage einer Frau beantworten – sie können einen Eis-Gutschein nach dem Motto „Gegen soziale Gleichgültigkeit“ gewinnen.

Die Gründe für diese Rentenlücke sind vielfältig: insbesondere die hohe Teilzeitquote (Frauen übernehmen nach wie vor den Großteil der unbezahlten Arbeiten wie Kinderbetreuung, Pflege von Angehörigen, Familienführung) und deutlich niedrigere Löhne in frauendominierten Branchen . Zu einer Rente, die nicht zum Leben reicht. Die aktuelle Inflation verstärkt dieses Ungleichgewicht erheblich. „Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit ist genauso wichtig wie faire Bezahlung in frauendominierten Branchen“, fordert der AKP-Vorsitzende in Niederösterreich Markus Wieser, der AKP-Vorsitzende in Österreich.

„Der Ausbau der ganztägigen und bezahlbaren Kinderbetreuung und Bildung in Niederösterreich, insbesondere für jüngere Kinder, ist der wichtigste Schritt zur Chancengleichheit von Frauen“, sagt ÖGB-Landesrätin für Niederösterreich Linda Kaiser. Ebenso müssen berufstätige Eltern an der unbezahlten Familienarbeit teilnehmen, wofür bereits ein Modell von der Arbeiterkammer und dem Österreichischen Gewerkschaftsbund vorgeschlagen wurde. Darüber hinaus ist es dringend erforderlich, Einkommenstransparenz auch für kleine Unternehmen zu implementieren, mit erheblichen Strafen bei Nichteinhaltung – viele Unternehmen müssen der Verpflichtung noch nachkommen. „Dies ist notwendig, damit festgestellt werden kann, ob Frauen und Männer für die gleiche Arbeit den gleichen Lohn erhalten“, sagt ÖGB-Landesrätin für Niederösterreich Bernadette Korher.

Fragen und Kontakt:

Bernadette Kohrer
0664/6145071
Bernadette Kurher@oegb.at

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