Glas im Blut – Fragmente des Werdens

Hombres, hier ist die erste Show einer Band, die auf der Iberischen Halbinsel, Katalonien, genauer Terrassa, ansässig ist. Pünktlich zum Schulschluss schicken VIDRES A LA SANG ihren fünften Langgroove auf die Reise: „Fragments de l´esdevenir“. Der Name der Band bezieht sich auf Gedichte des 2003 verstorbenen katalanischen Schriftstellers Miguel Martí y Paul. Übrigens geht es unter Hinweis auf die Inflation um den Niedergang der modernen Gesellschaft. Der Vollständigkeit halber: Die Band hat fast ein Jahrzehnt lang eine kreative Pause eingelegt.

Wort Tod„Features ist die längste Einführung, die ich seit langem gehört habe. Es muss nicht immer kompliziert sein, denn der eigenständige Stil ist technisch zurückhaltend, dennoch versprüht der Song Flair. Gut kritisieren muss ich das Gitarrensolo, es fällt simpel aus, aber meiner Meinung nach nicht zerbrechlich genug. Einige synthetische Obertöne hier, kurz und schnell, wie Steve Vai und Co. Da hätte sie den Spannungsbogen noch etwas angezogen, aber das war wohl gar nicht das Ziel der Band, sondern der kristallklare Sound spanischer Minen, die mit Schweiß, Blut und Co. aus dem Berg gegraben werden mussten Tränen. Es war so, es ist, und es wird für immer und ewig sein. Vertrauenswürdig.

rette meine Augen“: Ajaijai, wie viele Töne sind hier wirklich auf die Instrumente gestimmt? Das Problem dabei ist, dass der Klang wenig differenziert in den Äther fließt, als käme er aus einem der Kerker der spanischen Inquisition. Der Titel, wo jemand bittet darum, sein Augenlicht zu retten. Es passt perfekt hinein. Wer rettet meine Gehörgänge vor diesen Geräuschen aus der Folterkammer?

Bäuche aus Licht„Die Gewohnheiten des Lichts. Alles klar. 3:48 Ohne bleibenden Eindruck.

bis jetzt“: Bitte siehe Martin Martinez – Bassist – mehr unten. Ich denke, diese Kristallbildung des Sounds war beabsichtigt. Selbst die Soli klingen wie eine Axt, die auf erzreiches Gestein schlägt und schroffe, metallische Schallwellen aussendet. Leider ist diese Band gehört zum Progressive Death Metal und mir ist nicht klar, wo ich den progressiven Teil finden soll.

Jetzt ist morgen“: Nun, ich glaube nicht, dass dies hier der Beginn der Musik ist. Der Haupttrick ist die Einfachheit, die zu wünschen übrig lässt. Vielleicht könnte der Klang gerettet werden, wenn Sie sich auf KYUSS beziehen wollten.

Fazit: Ich bin sehr überrascht, dass OPETH-Bassist Martin Mendes hier Bassist ist, denn der multirhythmische Spaß von OPETHs Album hat nicht viel mit VIDRES A LA SANG gemein. Der Klang ist voll, kristallin, leicht amorph, wie eine alte Burg, die in den spanischen Anden versteckt ist, wo sich die vertriebenen Gläubigen versteckten. Ich denke, die Zielgruppe oder die Richtung dieser Band ist eine bestimmte Gruppe. Leider ist die Orientierung so weit von der klanglichen Sensation entfernt, dass es mir Freude macht, dass es hier noch schwer fällt, ein objektives Urteil zu fällen. Abschließend ist positiv festzuhalten, dass sich der katalanische Gesang und das Timbre des Sängers mit der Musik zu einer Kraft, einer unwiderruflich krönenden Einheit verbinden. Nun, Spanisch ist, wie fast alle Sprachen des Kontinents, eine perverse Sprache, aber sie klingt für mein Ohr gleichzeitig rhythmisch, abgehackt und bildet so einen Kontrast zur Sprache des Nachbarlandes der Norden. Die Redaktion ist ein erfolgreiches Portal für potentielle Einsteiger. Wie schon beim letzten rezensierten Album geht es danach in die Tiefe, was aber nicht heißt, dass hier nicht die Erleuchtung wartet.

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