GOJIRA + AUSLÄNDISCHE WAFFE + FÜR SERVICE VERWENDET

eine Einleitung

Die Welt des Metal hat lange auf die erste führende Clubshow von GOJIRA in Wien gewartet. Nach einer IN FLAMES-Backing-Party im Jahr 2008 ist die französische Metal-Band nun zurück auf der VG. Einige weinten nach der Show, die ursprünglich im großen Saal der Arena Wien lief, weil der Sound dort besser ist, aber viele freuten sich auch wegen der größeren Location über Tickets. Selten habe ich die Gasmesshalle so voll erlebt, dass die Arena aus allen Wandfugen zu explodieren drohte. Nur draußen wie MASTODON vor ein paar Wochen war bei den aktuellen Temperaturen definitiv die bessere Option, weil der Vergasungsraum abends in eine große Sauna verwandelt wurde.

Bisher habe ich Gorega nur auf Festivals gesehen. 2012 NOCH IM NOVAROCK INNENTIPP, IM ROCK IN WIEN 2015 und 2016 (etwas melden) und 2017 )etwas melden) in NOVAROCK – dann aber schon als altbewährtes Recht. Die beste GORJIA-Party war für mich die Main Festival Party beim BRUTAL ASSAULT 2018.

Servicemitarbeiter

Doch vor dem imposanten Auftritt der Franzosen galt es, im Eifer des Gefechts noch etwas länger durchzuhalten. Da der Saal für die zum Service gemietete Eröffnung bereits voll war, versuchte man sich einen guten Sitzplatz mit guter Sicht (möglichst leicht) und gutem Sound (möglichst schwieriger) zu sichern. Die englische Heavyweight-Metal-Band bewunderte ihre brutale Stimme, und der Gesang von Schauspielerin Justin Jones war Geschmackssache. Wem es gefiel, wurde mit einem engagierten, aber kurzen Line-up von rund 30 Minuten gut präsentiert, wobei das aktuelle Album „Conquering“ den Schwerpunkt der dargebotenen Songs bildete.

Ausländische Waffen aus Neuseeland

Aber viele Konzertbesucher warteten auf eine der ungewöhnlichsten Metal-Bands, die es derzeit auf der Erde gibt. Die Rede ist von ALIEN WEAPONRY, die von weit her kamen – nicht aus fernen Galaxien, aber immerhin aus Neuseeland – und die sich mit Maori-Vocals, die häufig zusammen mit Thrash-Metal-Größen verwendet wurden, deutlich von der Metal-Menge abhoben. ALIEN WEAPONRY wurde 2010 von den 8- und 10-jährigen Brüdern Henry und Louis de Young gegründet, nachdem sie District 9 gesehen hatten. 2018 erreichten sie ihr Ziel, Wacken vor dem 20. Geburtstag ihres jüngeren Bruders zu spielen.

Drei von ALIEN WEAPONRY groovten im besten Stil von PRONG oder BLACK INHALE. Bei Maori-Liedern kann man sich aus Filmen bekannte rituelle Maori-Tänze vor geschlossenen Augen vorstellen. Das Beste ist der letzte und vielleicht bekannteste Song „Kai Tangata“, bei dem die rhythmischen Stücke die Schreie der Kriegstänzer widerspiegeln sollen und die Hymnen einem im Gedächtnis bleiben. Die Songs der zuvor erschienenen Alben „Tu“ (2018) und „Tangaroa“ (2021) stießen beim Publikum auf große Begeisterung und die Band gewann an diesem Abend definitiv viele neue Fans.

Während SEPULTURA in den 1990er Jahren mit „Roots“ ein Metal-Album mit einzigartigem fremdkulturellen Einfluss gelang, ist ALIEN WEAPONRY heute Vorreiter einer neuen Bewegung, die sich mit kulturellen, historischen und aktuellen Themen auseinandersetzt.

Französisch Godzilla

Aber GOJIRA spielt schon seit einiger Zeit in einer eigenen Liga und hat das Zeug, in Zukunft die großen Metal-Festivals zu toppen, wenn Größen wie METALLICA das nicht mehr können. Auch beim Publikum des Gasometers herrschte große Übereinstimmung zwischen Jung und Alt, zwischen alten Fans und dem Mainstream, und auch viele weibliche Fans wurden gesichtet. Offenbar funktioniert der Promotion-Mechanismus seit dem genialen Hit „Magma“ richtig gut. Mit dem aktuellen Album „Fortitude“ legt GOJIRA noch einmal nach, sodass niemand mehr am Können der Band zweifeln wird.

Eine weiße Leinwand bedeckte die Umbauphase, und ein Countdown bis zu den letzten Minuten des Wartens erhöhte die Spannung für den Ausgleichsauftritt der Band. Das aktuelle Album startete mit dem eingängigen „Born For One Thing“, das sofort alle Stärken der Band zeigt: scharfe Festigkeit, halsbrecherische Rhythmen und aggressive, aber immer eingängige Vocals. Anschließend folgte der Song „Backbone“ vom brachialen 2005er Album „From Mars To Sirius“. Das Eröffnungstrio von „Stranded“ wurde von „Magma“ vervollständigt, das mit IN FLAMES-Gesangselementen das Publikum absolut verblüffte.

Auf dem älteren Track „Flying Whales“ ließen BRUTAL ASSAULT aufblasbare Wale in der Menge schwimmen. In Wien ist die Wirkung der Show trotz der oft eingesetzten eindrucksvollen Lichtinszenierung und der großen Rauchschwaden einigermaßen erhalten geblieben. Zerrissenes Papier war allerdings nicht ausgeschlossen, was bei Shows dieser Größenordnung fast schon Pflicht ist (nach einem Regen von schwarzem Papierschnipsel bei BEHEMOTH hat mich die weiße Version bei GOJIRA nicht mehr überrascht).

Bei „The Cell“ lieferte Drummer Mario Dublanier immer wieder die Multi-Rhythmus-Basis, auf der sein älterer Bruder Joe Duplanter und sein befreundeter Gitarrist Christian Andrew den Song aufbauten. Schlagzeug ist beim Komponieren von GOJIRA-Songs sehr wichtig, so wie es Lars Ulrich in den 80ern tat (muss nur etwas mehr Übung brauchen!).

Ganz altmodisch wurde die Tracklist mit Songs der ersten beiden Alben „Terra Incognita“ und „The Link“ ergänzt, bevor es bei „Hold On“ mit den Chören weiterging. “Silvera” war definitiv eines der großen Highlights, ein großartiger Song mit einer eingängigen Gitarrenmelodie, die in den Refrain eingebaut ist, und einem großartigen Gitarren-Tapping-Part, der dazu führte, dass sich die Münder öffneten. Another World war auch ein fesselnder Track, der die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich zog.

“L’Enfant Sauvage” erinnerte mich an meine erste Begegnung mit einer Band, die einen einzigartigen Sound kreierte. Ganz einfach, denn der alte Song „The Chant“ diente der Interaktion mit dem Publikum, was natürlich mit Publikumschören sehr gut funktionierte, wie es bei GRAND MAGUS „Hammer Of The North“ der Fall war.

Mit „The Gift Of Guilt“ erfüllte die Band meine Liebe zum Abhören von Parts, ein Songwunsch, den ich noch nie zuvor live gehört hatte. Vielen Zuschauern muss es ähnlich ergangen sein, denn in der Liste der Gruppe fehlten ein paar Songwünsche. Bei allem Respekt vor IN FLAMES und MACHINE HEAD, GOJIRA macht derzeit bessere Alben und Streaming muss sich nicht nur auf alte Songs verlassen. Es ist erstaunlich, wie gut neue Songs von den Fans angenommen werden. So endete der Auftritt nicht mit den alten Songs, sondern mit den sehr kraftvollen neuen Songs „New Found“ und „Amazonia“.

Fazit

Die Band trifft den Zeitgeist der Gegenwart und transportiert wichtige Botschaften in ihren Songs, immer authentisch und ohne Prunk. Die sympathischen Dublanier-Brüder dieses Abends zeigten zusammen mit ihren Mitstreitern Christian Andreu an der zweiten Stelle und Jean-Michel Labadie an der Gitarre ein brillantes Engagement auf der Bühne und legten die Messlatte für Standards höher.

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