Hirscher Ski: Team testet Material in Chile

Sport

Bis Ende August trainiert das Team um die Skimarke Van Deer von Marcel Hirscher an neuem Skimaterial und testet es in Chile. Pater Ferdinand Hirscher ist von Annaberg (Tiningau) per Videokonferenz mit Südamerika verbunden. Das Projekt des achtmaligen Weltmeisters hat gerade erst begonnen, sich zu entwickeln.

Zuletzt übernahm Marcel Hirscher gemeinsam mit seinem langjährigen Sponsor Red Bull die Leitung des Produktionsstandortes Augment Ski in Stuhlfelden (Pinzgau). Als Bekleidungshersteller mit der Marke Van Deer wollen der ehemalige Mehrkampf-Weltcupsieger Marcel Hirscher und sein Vater Ferdinand Hirscher am alpinen Skiweltcup teilnehmen. Nach überaus erfolgreichen Tests von Timon Haugan und Charlie Raposo konnte das neue Werk vom Norweger Henrik Kristofferson verpflichtet werden.

Chile: „Ein Winter, wie er noch nicht lange her ist“

Die Trainingsbedingungen im chilenischen Portillo sind vielversprechend – Hirschers Team rechnet mit einem seit Jahren nicht mehr erlebten Winter. Das gesamte Team der neuen Skimarke, darunter auch Marcel Hirscher, wird sich in den kommenden Tagen in Chile versammeln: Ein Teil der Karawane ist bereits in Portillo, der Rest fährt am Mittwoch zum Training und Materialtest auf den Schnee bis Ende August .

Big Hirscher per Videokonferenz

Papa Ferdinand Hirscher wird per Videokonferenz informiert. Die Meisterprüfung hatte er bereits im Frühjahr bestanden, als er die Skier für die ersten Tests der Weltcup-Skater präparierte. Die erste Prüfung im Frühjahr sorgte bei Hirscher sen. für Spannung: „Wenn die Prüfungen nicht bestehen, geht das wie ein Lauffeuer über die Skiwelt.“

Hirschers langjähriger Servicemann an Bord

Technisch und produktionstechnisch wurde mit dem neuen Werk ein wichtiger Schritt gemacht: Toni Geiger, altgedienter ÖSV-Soldat, und langjähriger Hirscher-Soldat Eddie Unterberger wurden Teil des Teams. Trotz aller Erkenntnisse sind laut Ferdinand Hirscher noch viele Hürden zu überwinden: „Es gibt viel Wissen, aber um die Systeme Ski und Board weiterentwickeln zu können, braucht man sehr viel davon Die Frühjahrstests sahen sehr gut aus, aber bei starken Schneeverhältnissen kann es ganz anders aussehen.“

Die verwendeten Materialien im Auslandstraining sind oft sehr vielversprechend, aber zurück im Schnee in Europa sind die Bedingungen ganz anders, und dann wird so mancher Hersteller von Skiausrüstung vor ein Rätsel gestellt.

Nächste Saison: Werksmannschaft gegen Nationalmannschaften

Mit dem Ziel, den Weltcup in Sölden zu starten, wollen sich Neueinsteiger auf der Eisbahn nicht festlegen: Nicht in die Karten schauen ist mal wieder das Dogma. In der kommenden Saison tritt erstmals ein Arbeitsteam mit anderen Nationalmannschaften an. Auf den ersten Blick sieht diese Konstellation aus wie David gegen Goliath – doch es wäre nicht das erste Mal, dass zwei Annabergs für so viel Erstaunen sorgten.

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