„Ich bereue die Impfung“ – zu dieser brodelnden Wut – Multimedia

Empörte Posts mit dem Hashtag #Es tut mir leid, die Impfung geht derzeit in den sozialen Netzwerken durch die Decke. Was steckt hinter der Aktion?

Mit 21900 Tweets in kürzester Zeit Hashtag #Ich bereue die Impfung Twitter hat am Dienstag übernommen – und auch in anderen sozialen Netzwerken gibt es Tausende solcher Posts. Deren Inhalt liest sich überraschend ähnlich: Nutzer haben berichtet, dass sie sich in den vergangenen Monaten nach reiflicher Überlegung für eine Coronavirus-Impfung entschieden haben und sich seitdem angeblich meist über sehr schwerwiegende Nebenwirkungen der Impfung beklagen, darunter Arbeitsunfähigkeit.

Aber ist das wirklich so? In jedem Fall sollten die Berichte nicht für bare Münze genommen werden – viele Benutzer haben den Hashtag auch gekapert, um Impfstoffe zu enthüllen. Viele vermeintlich Ungeimpfte berichten offenbar von einem vermeintlichen Impfschaden und diskreditieren sich gleichzeitig selbst – entweder indem sie zugeben, nicht geimpft worden zu sein, oder in einer lächerlichen Chronologie, weil sie von einer Impfung vor ein paar Tagen und jetzt Monaten von Impfschäden berichten.

„Dann haben wir eine richtig gute Impfquote.“

“25. Juli: Nicht geimpft. 31. Juli: Schlimmster Impfschaden seit Monaten. Könnt ihr eure Lügen weniger auffällig verbreiten? Danke”, schreibt der User “der mit dem K” und postet als Beweis entsprechende Texte eines anderen Users. “Komisch, wie viele Leute darunter sind # Impfung bedauern Ich schreibe, dass sie geimpft wurden, obwohl aus den vorherigen Daten hervorgeht, dass sie nie geimpft wurden. dumm. # Ich bereue die Impfung nicht. Ich hatte natürlich COVID, ich hatte fast keine Reaktion auf die Impfung, es ist alles einfach“, schrieb ein anderer.

„Wenn alle schon geimpft sind, die Ungeimpften unter # Impfung bedauern Wenn wir über den Scheinschaden der Impfung jammern, hätten wir eine wirklich gute Impfrate“, scherzte Marilye über die Einträge. „Also all diese Leute, die den Hashtag verwenden“, schrieb John Constantine: # Impfung bedauern Nebenwirkungen twittern, aber Sie wurden vor ein paar Tagen nicht geimpft, ich glaube, Sie sind krank. Auch seltsame „Impfnebenwirkungen“ von Anwendern, wie ein angeblicher Bandscheibenvorfall, wurden thematisiert.

Alles gemacht? Nummer

Bedeutet dies, dass jetzt alle Nachteile des Impfstoffs erfunden wurden? Nein. Während die Vielzahl der jetzt auftauchenden Bezeichnungen verdächtig ist, wurden einige schwerwiegende Nebenwirkungen vom Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen (BASG) dokumentiert. Der aktuelle Bericht „Über Meldungen von vermuteten Nebenwirkungen nach Impfungen zur Prävention von COVID-19“ dokumentiert den Zeitraum vom 27. Dezember 2020 bis 22. Juli 2022. Er enthält insgesamt 51.026 Meldungen von vermuteten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Corona-Impfung. – Insgesamt 18.821.781 Impfstoffe.

Interessant ist das Durchschnittsalter: Verdachtsfälle von Nebenwirkungen werden hauptsächlich von 18 bis 44 Jahren (27.328) gemeldet, gefolgt von der Spanne von 45 bis 64 Jahren (16.842). Weit mehr Frauen (33.888) als Männer (16.968) berichteten über vermutete Nebenwirkungen der Impfung. Pro 100.000 Impfstoffe wurden 271 Nebenwirkungen gemeldet. Die wichtigsten berichteten Nebenwirkungen waren Kopfschmerzen (20.770), Fieber (19.025), Schmerzen an der Impfstelle (14.558), Müdigkeit (14.178) und Gelenkschmerzen (10.618).

Schwerwiegende Nebenwirkungen, das heißt solche, die tödlich oder lebensbedrohlich sind, einen Krankenhausaufenthalt erfordern oder zu einer dauerhaften Behinderung oder Behinderung führen, werden ebenfalls aufgeführt. „Das Bundesamt für Gesundheit und Pflegesicherheit (BASG) hat 290 Beinaheunfälle durch die COVID-19-Impfung gemeldet (224 BioNTech/Pfizer, 26 Moderna, 36 AstraZeneca und 4 Janssen), heißt es in dem Bericht.

Dem Bericht zufolge wurden 20 Personen geimpft, die während der Inkubationszeit der COVID-19-Erkrankung starben. Weitere 34 hatten frühere schwere Krankheiten, die die Todesursache gewesen sein könnten. In der Altersgruppe der 12- bis 15-Jährigen kommt laut BASG die Impfung (BioNTech/Pfizer) zum Erliegen, die Todesursache ist noch nicht geklärt. “Weitere 226 Fälle (166 BioNTech/Pfizer, 25 Moderna, 32 AstraZeneca und 3 Janssen) werden noch untersucht oder es liegen keine weiteren Informationen vor. Es wird untersucht, ob ein Zusammenhang mit der Impfung besteht”, so das BASG.

2.678 Geimpfte mussten ins Krankenhaus

Weitere Verdachtsmomente: Thrombose und Thrombozytopenie in 15 Fällen (AstraZeneca und Janssen), 393 Fälle (davon 5 Todesfälle) Myokarditis (320 BioNTech/Pfizer, 40 Moderna, 21 AstraZeneca und 12 Janssen), 561 lebensbedrohliche Fälle (320) BioNTech /Pfizer, 40 Moderna, 21 AstraZeneca, 12 Janssen) und 2.678 Krankenhauseinweisungen (1910 BioNTech/Pfizer, 266 Moderna, 417 AstraZeneca, 83 Janssen, 2 Novavax).

Nav-Account rfi Zeit02.08.2022, 18:25| Gesetz: 02.08.2022, 18:25

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