Krieg in der Ukraine: „Kein Angriff bleibt unbeantwortet“

Stand: 01.08.2022 05:05 Uhr

Nach schwerem Beschuss in der südlichen Region Mykolajiw kündigte der ukrainische Präsident Selenskyj die Reaktion seiner Armee an. Russland verlegte seine Streitkräfte auch in besetzte Gebiete in der Südukraine.

Nach einem schweren Bombenangriff in der Südukraine hat Präsident Wolodymyr Selenksig Russland mit Konsequenzen gedroht. In seiner Videoansprache am Montagabend sprach er auch davon, russische Truppen in die besetzten südlichen Gebiete zu verlegen, über die Kiew derzeit versucht, die Kontrolle zurückzugewinnen. Ukrainische Quellen berichteten, dass am Sonntag mehrere russische Raketen in der Schwarzmeerregion von Odessa gelandet sind. In der Zwischenzeit, am Vorabend des 159. Kriegstages, hallten Luftangriffe fast in der gesamten Ukraine wider.

In Bezug auf die Bombardierung von Mykolajiw betonte Selenskyj, dass „kein russischer Angriff von unseren Militär- und Geheimdienstagenten unbeantwortet bleibt“. Es erinnert auch an Oleksiy Vadatorsky, den Besitzer eines der größten Getreidehandelsunternehmen der Ukraine, der in einer Stadt in der Südukraine ermordet wurde.

Weiß hervorgehoben: Fortschritte bei der russischen Armee. Grün schattiert: Von Russland unterstützte Separatistengebiete. Krim: von Russland annektiert.

Foto: ISW / 31.07.2022

Angriff auf Odessa

Wie der ukrainische Generalstab erklärte Selenskyj, dass russische Truppen in die besetzten Gebiete im Süden verlegt würden. Moskau hat sich zu solchen möglichen Schritten nicht geäußert.

Im Zuge eines über fünf Monate andauernden Angriffskrieges besetzte Russland große Teile der Gebiete Cherson und Saporischschja in der Südukraine. Doch dank Waffenlieferungen aus dem Westen hat die Ukraine nach eigenen Angaben und Einschätzungen des britischen Geheimdienstes zuletzt mehrere erfolgreiche Gegenangriffe auf Cherson gestartet.

Der Stadtrat von Odessa teilte am Sonntag unter Berufung auf das Südkommando der ukrainischen Armee mit, dass zwei russische “Iskander”-Raketen von der von Russland annektierten Krim abgeschossen worden seien. Es gingen keine Informationen über mögliche Opfer ein. Moskau äußerte sich zunächst nicht zu den Vorwürfen.

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