„Modularer Teppich“: Die Positiven von CoV nutzen – ooe.ORF.at

In Oberösterreich soll kein infiziertes Krankenhauspersonal in der Praxis erscheinen. In den Heimen der staatlichen Gesundheitsholding und im religiösen Krankenhaus gilt: Positiv getestete Mitarbeiter dürfen ihre Arbeitsplätze grundsätzlich nicht betreten. Für diejenigen, die Symptome zeigen, gilt die Krankschreibungsregelung.

Asymptomatische Beschäftigte, die machbar sind, müssen ins Homeoffice ausweichen, der Rest wird im Rahmen eines Sonderurlaubs entlassen. Ausnahmen sind jedoch möglich, wenn die Gesamtleitung des Klinikums eine Versorgungskrise feststellt. Schulbezirk und Kindergartenkrisenstab sagten, man wolle zunächst die Bundesvorgabe abwarten.

Wien, Burgenland und Kärnten

In Wien und im Burgenland werden positiv auf das Virus getestete Personen seit Anfang August nicht mehr in Krankenhäusern, Kindergärten oder Schulen mit Menschenkontakt eingesetzt. In Wien dürfen sie jedoch in Bereichen arbeiten, in denen kein Kundenkontakt besteht, während das Burgenland für Infizierte ohne Symptome auf Homeoffice setzt. Auch in Kärnten müssen Infizierte in abgelegenen Gebieten oder im Homeoffice arbeiten. In Sachen Schulen wartet Kärnten noch auf eine bundesweite Empfehlung.

Niederösterreich

In den staatlichen Kliniken Niederösterreichs hingegen werden Mitarbeiter mit Corona eingesetzt, wie das Landesgesundheitsamt (LGA) mitteilte. Für sie besteht Maskenpflicht. Ausnahmen gibt es auch in Bereichen mit immunsupprimierten Patienten, etwa in der Onkologie, beim Umgang mit Transplantationspatienten, auf Intensivstationen und in der Neonatologie – Personal mit Coronavirus darf dort nicht arbeiten, dann sind laut LGA andere Potenziale vorhanden Arbeitsplätze sollten gesucht werden.

Unklar bleibt, ob in den derzeit wegen Sommerferien geschlossenen Schulen in Niederösterreich bald Lehrerinnen und Lehrer mit dem Coronavirus infiziert werden.

Salzburg und Steiermark

In Salzburger Landeskliniken (SALK) muss infiziertes Personal seit 1. August asymptomatisch regelmäßig mit einer FFP2-Maske zur Arbeit kommen. Personal, das normalerweise mit Patienten in Kontakt stehen würde, wird jedoch so eingesetzt, dass für die Dauer der Verkehrsbeschränkung kein Kontakt besteht. Ist die Durchführung von Remote- oder Homeoffice-Tätigkeiten nicht möglich, werden Sie von der Arbeit freigestellt.

ORF / Gernot Rohrover

Auch in der Steiermark werden Kinder in Kindergärten und Krippen von asymptomatischen und Covid-positiven Erzieherinnen betreut – mit Schutzmasken. Im Gegensatz dazu beschäftigen die Krankenhäuser der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft (KAGes) derzeit kein mit dem Coronavirus infiziertes Personal.

Vorarlberg

In Vorarlberger Krankenhäusern werden vorerst keine Corona-Patienten eingesetzt. Aufgrund der aktuellen Infektionslage – und des damit verbundenen geringen Personalmangels – werden positiv getestete Mitarbeiter in den Vorarlberger Landeskrankenhäusern derzeit nicht eingestellt, so Gerald Fleisch, Geschäftsführer der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft. Für den Fall, dass die Patientenversorgung durch den massiven Personalausfall aufgrund einer sich verschärfenden Infektionslage gefährdet ist, behalten wir uns den Einsatz von gesundem Personal mit besonderen Vorkehrungen vor.

Lehrer mit Coronavirus können im Herbst an Schulen unterrichten, wenn sie sich nicht krank fühlen. Sie müssen eine Maske tragen.

Tirol

In Tirol ist noch nicht festgelegt, wie mit infiziertem Personal umgegangen werden soll. Diese Möglichkeit wurde grundsätzlich begrüßt, da sie den Krankenhäusern wieder „Flexibilität“ verschafft. Ein Kliniksprecher bestätigte jedoch, dass Mitarbeiter mit Coronavirus definitiv nicht in Abteilungen arbeiten würden, in denen immunsupprimierte Patienten betreut werden. Es fügte hinzu, dass am Donnerstag über eine weitere Vorgehensweise beraten werden soll. In Bildungseinrichtungen müssen betroffene Lehrer jedoch auch in den Herbstklassen sein.

Zu den Schulen und Kindergärten teilte das Land Tirol mit, es gebe „keine Bestrebungen, hier weitergehende Maßnahmen zu ergreifen“, die von denen des Bundes abweichen würden.

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