Nordstream-Wartung: Bedenken hinsichtlich der Öl- und Gasversorgung

Dies wurde aufgrund der jährlichen Wartung angekündigt und erwartet. Nach dem Schließen des Gashahns am Montag stellte sich die Bundesregierung nicht nur die Frage: Läuft sie jemals wieder?

Der italienische Staatskonzern Eni sagte wenige Stunden nach Arbeitsbeginn, er erwarte ein Drittel weniger Gas als sonst aus Russland. Die OMV erhielt 70 Prozent weniger Gas als ihr zugeteilt wurde. Zuletzt, seit Mitte Juni, hat Gazprom etwa die Hälfte der bestellten Menge geliefert.

In Österreich soll am Montagabend der Hauptausschuss der Nationalversammlung zusammentreten, um weitere Ölreserven freizugeben. Begründet wird dies mit dem Raffinerieunfall der OMV in Schwechat bei Wien. Die Regierung will weitere 100.000 Tonnen Diesel und 45.000 Tonnen Halbzeuge freigeben, bestätigte Energieministerin Leonor Geusler (Grüne) am Montagnachmittag. „Die Versorgungssicherheit der Menschen in Österreich hat absolute Priorität“, sagte der Minister.

Die Arbeit an Nord Stream 1 ist Routine. Jahr für Jahr meldet der Betreiber zeitweilige Stillstände und Wiederanläufe nach 10 bis 14 Tagen – ohne große Ankündigung an die Öffentlichkeit. Dieses Jahr ist alles anders.

Auf der letzten wichtigen Route russischen Erdgases nach Deutschland gibt es seit Montag 6 Uhr keine Transportkapazität mehr. Nach Angaben des Betreibers sei der tatsächliche Gasfluss am Morgen auf null gesunken, bestätigte die Bundesnetzagentur später. Interessant wird es in etwa zehn Tagen, wann die Wartungsarbeiten abgeschlossen sein sollen. Es ist bis zum 21. Juli um 6 Uhr morgens geplant.

Nach Russlands Angriff auf die Ukraine stellte Russland nach und nach das Gas für mehrere europäische Länder ein, die Kiew unterstützten. Auch die Lieferungen nach Deutschland sind zurückgegangen. Der größte Teil des russischen Gases kam nach Angaben der Bundesnetzagentur durch Nord Stream 1. Auch hier lag die Nutzung nach Behördenangaben nur bei etwa 40 Prozent des Maximums. Im Juni reduzierte der russische Staatskonzern Gazprom das Liefervolumen erheblich und begründete dies mit dem Fehlen einer Siemens-Turbine, die zur Reparatur nach Kanada geschickt wurde. Bundeskanzler Olaf Schulz (SPD) kritisiert die Logik als anmaßend.

Kanada will die Turbine nun doch liefern – zunächst nach Deutschland, das von der Ukraine kritisiert wird. „Wir sind zutiefst enttäuscht“ über die Entscheidung der kanadischen Regierung, Sanktionen gegen Russland in diesem Fall auszunehmen, heißt es in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung des Außen- und des Energieministeriums von Kiew. Die Lieferung unterliegt laut Berlin keinen EU-Sanktionen, da sie sich nicht gegen den Gastransit richtet.

Laut Siemens Energy wird die in Kanada gewartete Turbine “so schnell wie möglich” an ihren Einsatzort gebracht. Weitere Angaben zum Zeithorizont für die Auslieferung am Montag machte das Unternehmen nicht. Aufgrund seiner Größe kann das betreffende Gerät bei Bedarf auch per Flugzeug bewegt werden.

Mitte Juni sagte Russlands Botschafter bei der Europäischen Union, Nord Stream 1 könne wegen Problemen bei Reparaturarbeiten auch komplett geschlossen werden. Das befürchtet unter anderem Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne). Er sagte kürzlich, er sehe ein Muster, das zu diesem Szenario führen könnte. Habek sprach auch von einem “wirtschaftlichen Kriegskampf” mit Russland.

Habeck hat am Montag in Prag eine Absichtserklärung für ein Gaskooperationsabkommen zwischen Deutschland und Tschechien unterzeichnet. Die Tschechische Republik hat bekannt gegeben, dass sie sich die Kapazitäten eines Terminals für verflüssigtes Erdgas gesichert hat, das in den Niederlanden noch gebaut werden soll. Am Dienstag wird Habeck zu einem offiziellen Besuch in Wien erwartet, wo er mit Lokalpolitikern bis hin zu Präsident Alexander van der Bellen zusammentreffen wird.

Inzwischen hat die Bundesregierung damit begonnen, mehr Kohlekraftwerke einzusetzen. Wie Ministerien am Montag mitteilten, soll am Mittwoch im Ministerrat ein ähnlicher Beschluss gefasst werden. Ziel ist es, durch den verstärkten Einsatz von Kohlekraftwerken zur Stromerzeugung und -speicherung Gas einzusparen.

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