Pop – Killerlinien und Akzente

Manchmal stößt man auf sich selbst Unterhaltsame Clips von Plattenfirmen: „Es gibt immer ein siebtes Mal für einen ersten Eindruck“, sagt Paul Banks über das siebte Album der Band – Only Seven, das er als Sänger, Gitarrist, Gitarrist und Texter leitet: Interpol. “Immer” ist neckend.

Banks, ein Teilzeit-DJ, hat dem Gründungsgeschäft seines Vaters eine bedeutende Produktionsarbeit unter seinem Namen und Pseudonym (Julian Plenty) hinzugefügt und mit RZA für die legendäre Hip-Hop-Gruppe Wu-Tang Clan und mit dem ehemaligen Josh Kaufman zusammengearbeitet und Walkmen – fügte Matt Barrick in Trio Muzz hinzu – oder, man könnte vermuten, es wurde beantwortet. Robert Rutiver hat nicht nur erwähnt, dass er die Muzz-Platte (wirklich schön, vielseitig und stilsicher) der Arbeit von Interpol vorzieht.

Reduktionseffizienz

Die Tatsache, dass ihr erster Leiter seine vielfältigen Talente in einer Vielzahl von Projekten voll einsetzen kann, ist wahrscheinlich der Grund, warum sich INTERPOL selbst in einem ziemlich eng definierten Rahmen bewegt hat. Album Nr. 7 “Die andere Seite des Glaubens” (Matador) Nur wenige seiner Vorgänger „El Pintor“ (2014) und „Marauder“ (2018) zeigen deutliche Trends, aus denen sich ableiten lässt.

Noch immer ist die Stimme des einst 9/11-geschockten New Yorker Quartetts zum Trio geschrumpft und großen Weltuntergangsästhetiken wie Joy Division, Echo And The Bunnymen oder Comsat Angels verpflichtet, immer noch die bewährten Setter: Daniel Kesslers borstige Gitarre, Schlagzeug The Flash von Sam Fogarino und natürlich Banks’ resonanter Stimme. Allerdings lassen sich hier die ohnehin eher komplexen Strukturen komplexer gestalten. „Still in shape/My methods have have been Improved“, die zweite Zeile des eröffnenden „Toni“, lässt sich als eine Art musikalisches Dogma für die Aufnahme verstehen.

In „Greenwich“ verdichten divergierende Fragmente in einer fast undurchdringlichen energetischen Wand Klänge von dramatischer Wirkung. Post-Chorus-Song zweigt von “Mythen” ab, die jedoch eher desavouiert werden, als den melodischen Fluss des Songs zu bereichern. Die Radiosendung „Big Shot City“ und das akribisch orchestrierte „Go Easy (Palermo)“ als überzeugendes Finale der LP demonstrieren die Kompetenz musikalischer Kurzschrift und formaler Disziplin.

Dem Inhalt fehlt natürlich jegliche Rahmung. Wie bereits gepostet, soll es “Hoffnung wecken”, was aber eigentlich nicht überprüfbar oder verfälschbar ist. Obwohl sich Banks selten in Form eines Reimzwangs zurückhält, führen seine kryptischen Sprachbilder und etwas ätzenden Abfolgen von kontrastierenden Tönen/Sinneseindrücken/Inspirationen nie zu abschließenden Halbsätzen. Manche Motive scheinen wiederzukehren, wie zum Beispiel Selbstvertrauen, das schnell zu Selbstermutigung wird. Was bleibt, sind verschnörkelte Killerzeilen wie „Umgestürzte Bäume laden mich ein, sie durch den Boden zu führen“.

Der Cox erschien einige Jahre nach Interpol, etwa zur gleichen Zeit wie die arktischen Affen. Sie hatten ein ähnliches Erfolgsdebüt, Inside In/Inside Out (2006), und ähnlichen Erfolg. Im Laufe der Jahre haben die vier ihre Pop-Power behutsam ausgebaut, beeinflusst von frühen Kinks, den Beatles und zeitlich näher wie den Libertines, aber – jetzt nähernd an den 1940er Jahren – dank der Stimme ihres eigenen Songwriters Luke Pritchard, aber auch an ihren zurückhaltenden Stil. Es ist schwer, eine Herangehensweise an das Musizieren zu definieren, sie verliert sich kaum in ihrem atemberaubenden, jugendlichen Aussehen.

„Du wirst immer 25 Jahre alt sein“, sagt er einmal auf ihrem schmalen neuen Album “10 Tracks zum Echo im Dunkeln” (Lonely Cat / AWAL / Rough Trade), entstanden in Berlin, als Bekenntnis zu Europa, mit der Unterstützung von Tobias Kuhn als Produzent und Co-Autor mehrerer Songs. Indirekt spiegelt sich das in der Akzentuierung wider: mehr rhythmische Strenge, hin und wieder betont das Saxophon der Frischluftgebläse Inhalte, die düsteres Design über Ungeschlagenheit ausdrücken.

Leave a Comment

%d bloggers like this: