Rauch schließt das Tragen einer Maske vor dem Herbst nicht aus

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Grüne) hat heute im Ö1-Morgenjournal trotz steigender Infektionszahlen die Abschaffung der Impfpflicht und die gravierenden fehlenden Schutzmaßnahmen gegen das Coronavirus verteidigt.

Im dritten Jahr der Epidemie kann man nicht in einer Dauerkrise verharren; Generell gebe es in Europa eine Tendenz zum „empower life with corona“. Besteht die Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems, ist eine neue Maskenpflicht vor dem Herbst nicht auszuschließen.

„Ich habe immer gesagt: Wenn wir auf eine Situation zugehen, die das Gesundheitssystem tendenziell überfordert, muss ich natürlich reagieren“, sagte Rauch in der Frage der Wiedereinführung der Maskenpflicht in der Öffentlichkeit.

Rauch sieht keinen Zick-Zack-Weg, da die Maskenverfügung im Juni nur drei Monate aufgehalten wurde. Das Ministerium bewertet die Situation jede Woche neu und beobachtet gleichzeitig die Entwicklungen in anderen Ländern. Versuchen Sie, keine Maskenspiele zu spielen.

Weitere Wellen „in den kommenden Jahren“

Rauch verteidigte angesichts der zu erwartenden zusätzlichen CoV-Wellen die Nichtbeibehaltung der Maskenpflicht in bestimmten Bereichen wie dem öffentlichen Nahverkehr. Er gehe davon aus, dass man mit der Maske leben müsse, schließlich sei in den kommenden Jahren mit weiteren Wellen zu rechnen.

Im Umgang mit der Pandemie sind Eigenverantwortung, Selbsteinschätzung und Solidarität mit anderen gefragt. “Das müssen wir lernen.” In öffentlichen Verkehrsmitteln ist das Tragen einer Maske in der morgendlichen Hauptverkehrszeit ratsam, abends, wenn der Zug leer ist, weniger. Sein Ziel ist es jedenfalls, einen Kompromiss zwischen möglichst wenigen Einschränkungen und Vorsicht zu finden.

Gegen Impfpflicht geimpft

Rauch hat erneut dafür plädiert, die kürzlich ausgesetzte Impfpflicht nun komplett abzuschaffen. Dies stellt einen erheblichen Eingriff in die Persönlichkeitsrechte und -freiheiten dar, und nach Ansicht des Impfausschusses war der Fokus auf Impfungen unverhältnismäßig.

„Ich kann nicht einfach Maßnahmen ergreifen, die ein wirklich klarer Eingriff sind, wenn sie nicht technisch und rechtlich gerechtfertigt sind, und das ist es nicht.“ Die Absage wurde beschlossen, weil diese Maßnahme die Gesellschaft spaltet.

Im Herbst werde angesichts mehrerer Krisen wie Ukrainekrieg, Inflation und Energieversorgungsprobleme “jeder Millimeter Solidarität und Gemeinschaftssinn gebraucht”.

Die Opposition bestimmt das Versagen der Regierung

Die Opposition gegen die Abschaffung der Impfpflicht hat heftig reagiert: Für SPÖ-Gesundheitssprecher Philip Kocher war dies der “vorläufige Höhepunkt des Regierungsversagens”. Die Entscheidung kam bei der FPÖ gut an, die seit Monaten auf ein Ende der Impfpflicht drängt. Für NEOS war das Engagement von vornherein „verdorben“.

Weiterlesen…

Leave a Comment

%d bloggers like this: