Raum Jmund – Tanken vor der Haustür

Viele frösteln, wenn sie an den Winter denken – nicht nur wegen der kalten Jahreszeit, sondern auch wegen der steigenden Heizkosten. Öl, Gas, Holz und Pellets kosten derzeit mehr als doppelt so viel wie noch vor einem Jahr – sofern man überhaupt noch an Heizmaterial herankommt. Vor allem bei den Pellets wird es eng.

“Viele haben ihre Heizung bereits ausgetauscht und sind auf Pellets umgestiegen. Viele haben das noch vor, aber in diesem Jahr wird nichts passieren”, sagt Gunter Zeiser, Geschäftsführer des Raiffeisen-Lagers in Gmund Vitesse: “Wir sind auch dazu gekommen unsere Grenzen. Dieses Jahr können wir keine neuen Systeme mehr montieren und installieren, wir sind ausgebucht.“

Die Aktion „Raus aus dem Öl“ trägt zu einer erhöhten Nachfrage bei, ebenso wie die Sorge um Öl- und Gasknappheit. “Aufträge werden ins nächste Jahr verschoben und wir kommunizieren aktiv mit unseren Kunden. Allerdings können wir keine Preiszusagen machen”, sagt Zeiser.

Die Kosten für Heizmaterial betragen das Zwei- und Dreifache

Brennholz wird uns förmlich aus der Hand gerissen, wir können 200 Euro pro Kubikmeter verlangen.“ Josef Gärtner, Brennholzproduzent, Großpertholz

Bei Pellets wurde für August wieder ein Anteil geliefert. “Wir versuchen, unseren Stammkunden und denen, die von uns eine neue Pelletsheizung erhalten haben, eine neue Pelletsheizung zur Verfügung zu stellen. Es ist wahrscheinlich, dass wir die Pellets in mehreren Segmenten an unsere Kunden liefern müssen”, glaubt der Geschäftsführer. Inzwischen ist der Preis für Pellets im Lager auf über 500 Euro pro Tonne gestiegen. Und die Brennholznachfolge steige, erklärt Zeiser: „Ich glaube, einige horten.“

Bei der Franz Eigl GmbH in Zwettl, die in Rastenfeld Pellets produziert, ist der Preis für Pellets im Jahr von 220 auf 494 Euro und für Heizöl von 77,40 auf 171,90 Euro pro 100 Liter gestiegen (bei einer Mindestabnahme von 2500 Litern). „Heizöl-Lieferschwierigkeiten gibt es keine, auf Pellets müssen die Kunden aufgrund der großen Nachfrage einige Monate warten“, erklärt Robert Hahn. Sie rechtfertigt die Preiserhöhung auch durch eine Erhöhung der Sägemehl- und Strompreise. „Der Strombedarf für die Pelletsproduktion ist sehr hoch“, stellt er fest. An Sägemehl mangelt es nicht – Eagle bezieht dieses vom nahe gelegenen Steininger Sägewerk in Rastenfeld.

Es wird wahrscheinlich einige Zeit dauern, bis mehr Granulat in diesem Bereich produziert wird. Nach der Insolvenz von Yamuna, das in Gars Pellets produzierte und in Altweitra ein Werk baute, ist Insolvenzverwalterin Ulla Reisch derzeit am Herstellerverkauf beteiligt: ​​„Es gibt viele Interessenten, aber der Kaufvertrag ist noch nicht abgeschlossen.“

Ein weiterer Brennholzproduzent ist Josef Gärtner, der mit seiner Firma Nordwald Energie GmbH das Heizwerk in Bad Großpertholz betreibt. Die Nachfrage nach Brennholz für ihn stieg ebenfalls. Gärtner, der den Preis für Brennholz nur um 20 Prozent erhöht hat, sagt, trockenes hartes Buchenholz aus dem Abschnittschnitt sei ofenreif.

Bisher werden wir immer wieder für die angeblich hohen Kosten kritisiert. Aber jetzt haben wir recht, denn wir produzieren zuverlässig Wärme”, schüttelt er den Kopf. Mit dieser Wärme lässt sich die Inflation kontrollieren. Den Anstieg des Biomasseindex, der seit Juli bei 29,98 Prozent liegt, kann man einfach an die Kunden weitergeben. Entsprechend groß ist die Nachfrage nach neuen Anschlüssen.“ Wir haben rund 160 Anschlüsse und unser Netz wird derzeit um zehn Anschlüsse erweitert, darunter auch Großkunden.“

Genügend Brennholz von selbst, aber das dauert seine Zeit …

Forstreferent Joseph Wechselbaum von der Bauernkammer bestätigt die hohe Nachfrage nach Brennholz. Das Problem ist, dass es genug Brennholz gibt, aber es muss bis zu zwei Jahre trocknen. „Waldbesitzer haben mit einer solchen Nachfrage nicht gerechnet und deshalb in den vergangenen Jahren nur sehr wenig Brennholz produziert“, sagt Weichselbaum. Diese Verknappung führt zu höheren Preisen. Eine generelle Brennholzknappheit schließt er aus: „Brennholz gibt es im Waldviertel genug, und viele Waldbesitzer haben noch Brennholz aus der Zeit der Borkenkäferkatastrophe.“

Zonenheizung: „Nachfrage ist verständlich“

Die Wärme wird unter anderem auch von der Waldviertler Fernwärme aus Vitis und den Heizwerken Gmünd, Zwettl und Horn produziert. „Unsere Preise lassen sich gemäss Holzenergieindex um fünf bis zehn Prozent steuern“, sagt Verwaltungsratspräsident Martin Steiner. Angestoßen werden die Pflanzen durch Holzspäne, die praktisch vor der Haustür wachsen. „Wenn es im Waldviertel keine Hackschnitzel gäbe, wäre es, als wäre den Saudis das Öl ausgegangen.“

Der Wunsch der Anwohner, auf Fernwärme umzusteigen, ist nachvollziehbar – auch Fördergelder von bis zu 5.000 Euro pro Umstieg sollen verlockend sein. Die Fernwärme Waldviertel versorgt die EVN Heizwerke unter anderem in Gmünd, Waidhofen, Zwettl und Horn. Jährlich werden rund 130.000 Kubikmeter Hackschnitzel angeliefert. Das Fernwärmenetz in Gmund wird derzeit ausgebaut. Wie berichtet, investiert die Kelag Energie & Wärme GmbH knapp 1 Million Euro. Die Wärme stammt aus dem Heizwerk im Access Industrial Park, das von der G11 Group betrieben wird.

Die Ausweitung des Netzes in Gebiete mit geringerer Altersdichte ist immer wieder eine Herausforderung. „Es gibt viele Anfragen, aber wir brauchen auch Großhandelsabnehmer“, erklärt Andreas Nemeth von der Kelag, aber „bei steigenden Energiepreisen zahlt sich derzeit vieles anders aus.“

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