“Red Crab” – St. Paul’s Grand Hotel Pettner: New York als Vorbild

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So hieß es 1908 in einer Anzeige für das Grand Hôtel Pittner „über rote Krabben“. Da St. Pölten weder Wien noch New York war, gab es das alles zu „moderaten Preisen“.

1837 Franz Pettner sen. Das Gasthaus „zum roten Krebs“ an der Ecke Kremsergasse/Klostergasse, das 1674 urkundlich erwähnt wird. Die Arbeiten gingen gut voran, denn in den Folgejahren kaufte man sukzessive das ganze Areal zwischen Kremser- und Kloster- und Grenzgasse auf zur Stiftgasse , die teilweise später erbaut wurde.

Franz Bettner jr. (1862-1929) gestaltete, beeinflusst von seinen Auslandserfahrungen in Paris, Brüssel und den USA, in mehreren Umbau- und Neubauphasen das prachtvolle fünfstöckige Grand Hôtel nach New Yorker Vorbildern.

Vielleicht war eine der Ideen dahinter, Reisenden eine Übernachtung an der „letzten Station aller Express- und Schnellzüge nach Wien“ mit allen Annehmlichkeiten, aber zu einem im Vergleich zu Wien deutlich „moderaten Preis“ zu bieten. Die Fertigstellung des Bauplans am alten Gasthof in der Kremsergasse scheiterte jedoch am Ausbruch des Ersten Weltkriegs.

Franz Pettner jr. war immer up to date. Bereits 1914 wurde der prachtvolle Kaisersaal zum Kino umgebaut und im Hotel die erste „Rundfunkempfangsstation“ für St. Pölten eingerichtet. Darüber hinaus engagierte sich Bettner in vielen Belangen, als Gemeinderat, Präsident des Gewerbevereins, Abgeordneter des NÖ Landtags und Gründer des Trabrennvereins. Das verdankt die Rennbahn, die 1990 eigentlich nur dem Landesbezirk hätte weichen sollen, St. Pölten die Initiative.

Das erste Auto in der Stadt ist Peugeot

Damit nicht genug, besaß Bitner auch sein erstes Auto in der Stadt: 1900 kaufte er einen Peugeot Typ 26. Nach Bittners Tod kümmerte sich sein Fahrer Eddie noch um ihn. Nach dem Zweiten Weltkrieg gelangte der Wagen über verschiedene Stationen in Oberösterreich nach Posen. 2020 wurde es für 143.000 Euro versteigert. Es gilt als das älteste in Österreich ausgelieferte Auto und ist noch fahrbereit.

Nach 1945 waren die Zeiten für die großen Hotels hart und notwendige Renovierungen schwer zu finanzieren. Gasthaus und Restaurant haben noch heute einen hervorragenden Ruf, hier werden Hochzeiten und andere Feste gefeiert.

Zeitzeugen erinnern sich noch an die strenge Herrschaft von Frau Caroline, der letzten von Bitners vier Töchtern. 1984 endete das Grand Hôtel und Gasthof zum roten Krebsen, 1995 begann der Umbau des Hotels in ein Röntgeninstitut und Ärztehaus, das Gasthaus musste einem Schuhgeschäft weichen.

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