Siamesische Zwillinge in Brasilien getrennt


Bei den Eltern nach der Operation: Die Geschwister aus dem Bundesstaat Roraima im Norden Brasiliens, die 2018 geboren wurden und bald vier Jahre alt werden, waren sogenannte kraniofaziale Zwillinge.
Foto: AFP

In Brasilien hat ein Neurochirurg zwei siamesische Zwillinge am Kopf befestigt. Dies erfordert neun komplexe Eingriffe.

aRuther und Bernardo sind Zwillinge, die bald vier Jahre alt werden. Bis vor kurzem waren die beiden Brüder unzertrennlich. Die Jungen wurden im nordbrasilianischen Bundesstaat Roraima geboren, wobei ihre Köpfe mit einem Teil des Gehirns und der Hauptvene verbunden waren, die Blut zum Herzen transportiert – eine sehr seltene und sehr ernste Erkrankung. Nach neun Operationen im Abstand von drei bis vier Monaten gelang es brasilianischen Ärzten unter der Leitung des Gehirnchirurgen Gabriel Mofarge, Arthur und Bernardo zu trennen. Um die Eingriffe durchzuführen, fertigten die Ärzte ein 3D-Modell des Gehirns und der Blutgefäße an. Als die Verfahren immer komplexer wurden, holte das Team den britischen Arzt Owais Gilani, der als weltweit erfahrenster Chirurg in der Schädeltrennung gilt, um Rat.

Die letzte Operation dauerte 23 Stunden. Am Ende verließen Arthur und Bernardo zum ersten Mal getrennt den Operationssaal. Ein Bild vom Krankenbett zeigt sie Händchen haltend. Die Eltern sind sehr zufrieden. Der Vater sagte, ihr Traum sei es, dass ihre Kinder gesund werden und eines Tages wie andere Kinder leben. Die Operationen am State Brain Institute in Rio de Janeiro wurden von Public Health finanziert. Das Krankenhaus soll in die von Owase Jeelani gegründete Gemini Untwined Foundation aufgenommen werden. Das Team von Garbriel Mufarrej wird eine zukünftige Referenz für die Trennung von artikulären Zwillingen in Lateinamerika sein.

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