Siemens Gamesa senkt die Geschäftserwartungen erneut drastisch

Düsseldorf Krankes Windunternehmen Siemens Gamesa Es sollte seine Ziele noch niedriger setzen – obwohl das Unternehmen zuvor mit einem großen Verlust gerechnet hatte. Statt minus vier Prozent könne der Ertrag auf 5,5 Prozent sinken, teilte der deutsch-spanische Turbinenhersteller am Dienstag bei der Veröffentlichung seiner Quartalszahlen mit. Auch 2023 wird die Rendite negativ sein.

Die Lage ist nach wie vor angespannt. „Wir sehen weiter steigende Materialkosten, gleichzeitig haben wir langfristige Verträge in 2021 zu deutlich niedrigeren Preisen abgeschlossen“, sagte Vorstandsvorsitzender Jochen Eckholt. Das SiemensSein Energieunternehmen schreibt seit Jahren rote Zahlen.

Hinzu kommen Rekordpreise für Rohstoffe, Chaos in der Lieferkette und interne Probleme. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters erwägt Siemens Gamesa den Abbau von etwa 2.500 Stellen, um Verluste einzudämmen. Zwei mit der Operation vertraute Personen sagten, es sei unklar, welche Abteilungen und Bereiche betroffen seien.

Eckholt, Präsident von Siemens Gamesa, wollte sich dazu am Dienstag nicht äußern. Im Gespräch mit dem Handelsblatt Er sagte aber bereits im Juni, dass er in der aktuellen Situation einen Stellenabbau oder weitere Werksschließungen nicht ausschließen könne.

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Obwohl Siemens Gamesa eines der größten Windenergieunternehmen der Welt ist, ist es Marktführer im Offshore-Bereich schlechte Arbeit. Bilanz der letzten sechs Jahre: Mehrere Gewinnwarnungen, rote Zahlen und vier Bosse. Zuletzt löste Regenerationsspezialist Eickholt im März Andreas Nauen ab.

Allerdings schrumpfte der Umsatz im letzten Quartal auch unter Eckholt weiter auf 2,44 Milliarden Euro von 2,7 Milliarden ein Jahr zuvor. Der Nettoverlust stieg von 314 Millionen Euro auf 446 Millionen Euro.

Eines der vielen Probleme ist die Krise auf dem globalen Windenergiemarkt. Auch der Marktführer ist Vestas und Wettbewerber wie Nordex und Enercon GE Renewables verliert seit Monaten. Und nicht erst seit es Rohstoffpreise gibt, beeinträchtigen das Chaos in den Lieferketten und der Ukraine-Krieg das Geschäft.

>> Lesen Sie hier: 235 neue Windkraftanlagen in Deutschland Vorbereitung – es muss mehr als dreimal geben

Auf dem Markt herrscht seit Jahren ein harter Preiskampf. Vor allem der Wechsel von einem staatlichen Festlohnsystem hin zu Systemen mit freien Ausschreibungen, bei denen nur der Billigste den Zuschlag erhält, hat die Turbinenhersteller in einen verheerenden Wettbewerb gedrängt.

Gleichzeitig ist der deutsche Markt, einer der Hauptabsatzmärkte, in den letzten Jahren eingebrochen. Zudem hat Donald Trump während seiner Präsidentschaft für große Verunsicherung auf dem US-Markt gesorgt. Immer mehr Fabriken wurden geschlossen und Zehntausende von Mitarbeitern entlassen. Nordex hat kürzlich für Aufsehen gesorgt, als Einer der letzten Rotationsmesserhersteller in Deutschland Schloß.

Nordex und Siemens Gamesa kämpfen mit Altlasten

Nordex Neben Siemens Gamesa macht es sich vor allem Sorgen, dass es seine aufgeblähten Auftragsbücher vor allem bei laufenden Kosten nicht schnell genug abarbeiten kann. Während die Kosten für Rohstoffe und Logistik deutlich gestiegen sind, müssen die Turbinen zum vertraglich vereinbarten Preis geliefert werden. Obwohl die Branche bestehende Verträge neu verhandelt, wird es dauern.

„Wir müssen ein anderes Preisniveau sehen, sonst verzögert sich die Energiewende weiter“, sagte Eckholt am Dienstag. Zum ersten Mal seit 20 Jahren haben die Hersteller Preise auf den Markt gebracht wie Turbinen Teilweise um bis zu 20 Prozent. Sie dürfte vorerst weiter steigen.

Hinzu kommen nun fehlende Komponenten und Lieferengpässe, die wiederum zu Produktions- und Projektverzögerungen führen. Bei Siemens Gamesa erschwerten massive Probleme mit der fünften Turbinengeneration die Situation zusätzlich. Zwei Drittel der Probleme bei Siemens Gamesa seien hausgemacht, räumt CEO Eickholt ein.

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres ging der Umsatz des Windenergieanlagenherstellers um mehr als zwölf Prozent auf 6,4 Milliarden Euro zurück. Die bereinigte EBIT-Marge ist mit minus 14,8 Prozent katastrophal. Eckholt versprach: „Mit unserem neuen Geschäftsmodell werden wir schneller in die Gewinnzone zurückkehren.“

Der 60-Jährige will die Arbeitsweise des Windkonzerns komplett reformieren, die Abläufe müssen gestrafft und gestrafft werden. Vor allem aber will Eickholt die Kompetenzen auf zwei Kernpositionen fokussieren: Chief Operations Officer (COO) und Chief Technology Officer (CTO). Bisher hatte der Turbinenhersteller keinen technischen Leiter für die gesamte Arbeit. Wer den Job übernehmen wird, steht allerdings noch nicht fest.

über alles Siemens Energie Sie sollten daran interessiert sein, die angeschlagenen Ergebnisse der Windunternehmen wieder in den Griff zu bekommen. Der Technologiekonzern besitzt bereits rund 77 Prozent der Anteile. Bislang haben die Verluste der Tochtergesellschaft jedes Quartal auch der Muttergesellschaft schlechte Ergebnisse beschert. Für die noch nicht gehaltenen 33 Prozent an Siemens Gamesa bietet Siemens Energy vier Milliarden Euro und will den Windradbauer dann von der Börse nehmen.

mehr: „Besonders intern ist etwas schief gelaufen“, sagte Eckholt, der neue Präsident von Siemens Gamesa.

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