Starke Nachfrage: Es gibt eine riesige Nachfrage nach Holzöfen

An kalten Herbst- und Wintertagen vor einem funkelnden Kaminfeuer sitzen – angesichts der drohenden Energieknappheit denken viele Menschen in diesem Jahr bereits mitten im Sommer daran. Wenigstens teilweise Unabhängigkeit von Energieversorgern und Wärmegewinnung im Wohnzimmer mit Kamin ist die Devise vieler Niederösterreicher.

Schornsteinfeger empfinden das so. Wir haben in den letzten Wochen eine steigende Nachfrage nach solchen Öfen festgestellt. Die Nachfrage nach der Installation von Kaminöfen hat sich im Vergleich zu den üblichen Anfragen um das Vier- bis Fünffache erhöht“, bestätigt Markus Kock, Leiter der NÖ Landesinnung für Schornsteinreinigung.

Kamin Anforderungen, aber es ist nicht immer da

Wenn Sie einen sogenannten Schwedenofen kaufen möchten, dann sollten Sie einiges beachten. Voraussetzung ist der Schornstein. In Ein- oder Zweifamilienhäusern sei in der Regel ein Schornstein vorhanden, erklärt Cook, „aber das ist bei mehrstöckigen Wohnhäusern nicht immer der Fall, weil es auch baurechtlich nicht vorgesehen ist.“

Wenn die Voraussetzungen für den Schornstein erfüllt sind, müssen Sie vor der Installation des Kaminofens einen Termin mit einem Schornsteinfeger vereinbaren. Dann prüft er vor Ort, ob es möglich ist, am gewünschten Standort einen Ofen aufzustellen. „Wir prüfen zum Beispiel, ob der Schornstein in Ordnung ist und ob er dicht ist und schauen uns die Abstände zu den brennbaren Bauteilen an“, erläutert der Leiter des Landesverbandes das Verfahren.

spezielle gemauerte Öfen

Wenn die Schornsteinreinigung grünes Licht gibt, spricht aus rechtlicher Sicht nichts gegen einen Schwedenofen in einer Eigentumswohnung, sagt Doris Augustin Schneider, Rechtsanwältin bei der Wirtschaftskammer Niederösterreich. „Hier kann man sagen, dass das so triviale Änderungen sind, dass die Zustimmung der anderen Eigentümer nicht nötig ist.“

Anders ist das beispielsweise bei einem gemauerten Ofen. “Damit ändert sich das Wesen und man muss auch die festen Sachen vorher klären. Dann braucht es wohl die Zustimmung der Miteigentümer”, sagt der Experte.

Kamine können auch in Mietwohnungen erlaubt sein

Laut Augustin Schneider kann ein Ofen, der die Bausubstanz nicht verändert, auch in Mietwohnungen erlaubt sein. “Nichts verletzt die Rechte des Eigentümers hinsichtlich der Qualität der Bausubstanz. Hier kann man davon ausgehen, dass es auch ohne Zustimmung des Eigentümers funktioniert”, erklärt der Anwalt.

Einen Schwedenofen kann man zum Beispiel mit einer Dunstabzugshaube vergleichen: „Den kann ich schnell zerlegen und wieder in den vorherigen Zustand versetzen.“ Augustin Schneider rät jedoch, auf mögliche Klauseln im Mietvertrag genau zu achten und mit dem Vermieter zu sprechen, um einen Rechtsstreit zu vermeiden.

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