Wahlkampf in Italien: Mitte-Links-Parteien unterzeichnen Pakt

ichIn Italien hat die Sozialdemokratische Partei (PD) ein laufendes Abkommen mit den kleinen zentristischen Parteien Azione und Europa unterzeichnet Kampagne einverstanden. Damit bildete sich im Mitte-Links-Lager eine erste Koalition gegen den Mitte-Rechts-Block, der in den Meinungsumfragen inzwischen deutlich vorne liegt. „Die bevorstehenden Wahlen sind eine Wahl zwischen Italien unter den großen europäischen Ländern und Italien, das mit Orban und Putin verbündet ist“, heißt es in der am Dienstag von den beiden Parteien in Rom veröffentlichten Vereinbarung.

Die Parteien haben sich auf die Außen- und Verteidigungspolitik der derzeitigen Regierung des Ministerpräsidenten geeinigt Mario Draghi Weiter drin. Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien will das Bündnis das Land unabhängiger von Energielieferungen aus Russland machen. Sie will auch den EU-Mindestlohn einführen, wie die Spitzenkandidaten Enrico Letta (PD) und Carlo Calenda (Azione) deutlich gemacht haben.

Um mit dem Mitte-Rechts-Block aus Fratelli d’Italia (rund 24 Prozent), den Rechtsaußen Lega und Forza Italia mithalten zu können, die derzeit in den Umfragen vorne liegen PD und Azione/+Europa sind weitere Verbündete. Die PD wird derzeit mit rund 23 Prozent die zweitstärkste sein. Aber die rund fünf Prozent von Azione/+Europa reichen nicht aus, um dem Mitte-Rechts-Lager gefährlich zu werden.

Etwa 40 Prozent der Befragten bleiben derzeit noch zögerlich oder wollen am 25. September nicht wählen. Vorgezogene Parlamentswahlen wurden ausgerufen, nachdem der italienische Präsident Sergio Mattarella am 21. Juli nach Draghis Rücktritt das Parlament aufgelöst hatte.

Kalinda erklärte, dass die Türen für alle offen stehen. Möglich seien also auch Gespräche mit dem umstrittenen Ex-Premier und Ex-PD-Chef Matteo Renzi und seiner abtrünnigen Partei Italia Viva.

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