Warnung: Spürbarer Anstieg der Corona-Patientenzahlen in Krankenhäusern

Experten auf Intensivstationen (ICUs) gehen in ihrer aktuellen Einschätzung davon aus, dass bis Anfang Juli doppelt so viele Patienten mit Covid-Patienten stationär aufgenommen werden wie bisher.

Die Zahl der Verletzten wird in den kommenden Tagen weiter steigen. Aufgrund der zunehmenden Dominanz der omicron-Subvarianten BA.4/BA.5, die ansteckender sind als BA.2, sei mit einer „beschleunigten Dynamik“ zu rechnen, so das Konsortium.

CoV: Regierung setzt auf „Eigenverantwortung“

Gesundheitsminister Johannes Rauch (Die Grünen) informierte am Rande des Kabinetts über das weitere Vorgehen der Regierung zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie. Weitere Aktionen sind derzeit nicht geplant, da die „Eigenverantwortung“ der Bewohner im Vordergrund steht.

Infektionsrate springt von 480 auf 1000

Konkret bedeutet dies, dass bis Mittwoch kommender Woche mit bis zu 17.000 Neuinfektionen pro Tag zu rechnen ist. Die von der Gewerkschaft errechnete Punktschätzung liegt bei 13170. Die 7-Tage-Infektionsrate dürfte wieder auf über 1.000 Neuerkrankungen pro 100.000 Einwohner steigen. Experten geben einen Wert zwischen 820 und 1350 bei einer Punktschätzung von 1027 Bandbreite an. Zum Vergleich: Zuletzt lag bei 7.281 offiziell bestätigten Infektionen mit SARS-CoV-2 die 7-Tage-Infektionsrate bei 478,1 (Stand Dienstag, 21. Juni).

BA.4/BA.5-Subvarianten waren laut Diagnostics Consortium in der Vorwoche für mehr als 70 Prozent aller Infektionen in Wien und Salzburg verantwortlich. „Hier ist anzumerken, dass es insbesondere seit der Dominanz der Omicron-Variante zu einem steigenden Anteil an Zufallsbefunden im Krankenhaus kommt, die die primäre Ursache der Krankenhauseinweisung nicht als Covid-19 abdecken“, so das Konsortium.

Rauch: „Weiter auf Eigenverantwortung setzen“

Auch Gesundheitsminister Rauch rechnet mit einem weiteren Anstieg der Neuinfektionen. Allerdings werde die Regierung in dieser Woche keine neuen Maßnahmen verhängen, sondern weiterhin auf „Eigenverantwortung“ setzen. Bei einer weiteren Erhöhung sei eine Wiedereinführung der Maskenpflicht möglich, sagte Rauch am Rande des Kabinetts.

„Denn die Situation in den Krankenhäusern ist so, dass wir keine einschneidende Veränderung sehen“, erklärte Rauch und wartete eher mit Blick auf die aktuelle als auf die kommende Entwicklung.

Angeblich gilt ab Herbst eine Maskenpflicht

Für den Abteilungsleiter liegt die Rückkehr der Maskenpflicht aber im Bereich des Möglichen – sofern es zu einem weiteren Anstieg der Infektionszahlen kommt und die Experten seines Unternehmens eine entsprechende Empfehlung aussprechen. Der Commit wird in der „Where It’s Totally Possible“-Situation abgebrochen. Aber er sagte damals, dass er es berücksichtigen würde.

Nach dem Sommer rechnet der Minister mit einer sehr schnellen Umsetzung dieser Maßnahme: „Im Herbst können wir davon ausgehen, dass wir die Maske wieder tragen“, sagte er. „Wir gehen davon aus, dass wir im Herbst und Winter mit weiteren Wellen rechnen können – in ganz Europa.“

„Leben mit Covid“ aktivieren.

Strengere Maßnahmen wie einen Lockdown will Rauch vermeiden. Es geht darum, „Leben mit Covid“ möglich zu machen. Gefährdete Personen müssen weiterhin bestmöglich geschützt werden. Mit Bezug auf die Suizidrate betonte Rauch, Gesundheit dürfe nicht nur als Abwesenheit von Covid definiert werden.

Eine neue Impfkampagne im Spätsommer

Obwohl im Herbst „nicht alles einfach wird“, ist auch von einer hoch ansteckenden Art nichts zu spüren. Man agiere vielleicht mit Maskenpflicht und anderen Aktionen, Shutdowns sehe er nicht, ganz ausschließen will er sie je nach Entwicklung aber auch nicht. Auf jeden Fall rechnet der Minister weiter mit der Auffrischungsimpfung – “zumindest im August, September”. Auch eine neue Impfkampagne ist geplant.

Mehr als 20.000 Todesfälle durch das Corona-Virus

Am Dienstag erreichte die Pandemie ihren traurigen Höhepunkt: Laut dem Covid-Dashboard der AGES sind seit Beginn der Pandemie mehr als 20.000 Menschen im Zusammenhang mit oder an Covid-19 gestorben – 20.010 um genau zu sein. Nach Angaben des Gesundheits- und Innenministeriums gibt es noch weniger als 19.000 Tote. Hintergrund: Vor rund neun Wochen meldete das Gesundheitsministerium tausende Todesfälle, die sich jedoch nicht vollständig in den Bundesländerzahlen niedergeschlagen haben.

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