Wie hält ein Handy beim Wandern länger

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Sie haben den oberen Rand erreicht, jetzt nur noch das obligatorische Bild und der Akku ist jetzt leer. Auch in den Bergen geht heute nichts ohne Strom. Bei Selfie-Aufnahmen ist das nicht so tragisch, aber auch in den Bergen gibt es Notfälle, bei denen es wichtig ist, dass das Smartphone aufgeladen ist.

Das Ausschalten des Bildschirms spart Strom

„Der Bildschirm verbraucht am meisten Strom, daher sollte das Handy beim Wandern so eingestellt werden, dass der Bildschirm nicht ständig leuchtet, sondern schwarz bleibt“, sagt Georg Rothwangle, IT-Experte beim Österreichischen Alpenverein.

Andererseits spart das Abdunkeln des Bildschirms keinen Strom. Aufgrund der schwächeren Kontraste dauert es erfahrungsgemäß länger, bis man überhaupt etwas sehen kann.

Schlechte Internetverbindung entlädt den Akku

Eine schlechte Internetverbindung führt auch dazu, dass der Akku schnell leer wird. „Die Leute sind oft überrascht, dass der Akku ihres Handys in den Bergen viel kürzer hält als in der Großstadt mit den gleichen Einstellungen – Telefonverbindung und mobile Datenverbindung eingeschaltet“, sagt Rothwangle. Denn bei schlechtem Handyempfang wird viel Energie verbraucht, um die Sendeleistung aufrechtzuerhalten.

Wolfgang Warmuth

Das Aufzeichnen einer Tour kostet viel Strom

Auf der Wandertour sollten auch Apps geschlossen werden, die im Hintergrund Daten herunterladen. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, kann seine mobile Datenverbindung abschalten oder sogar ganz in den Flugmodus wechseln. Dann kann man auch nicht telefonieren.

Mit GPS genau dazwischen lokalisieren

Wird das Smartphone als Navigationshilfe genutzt, reicht es hin und wieder aus, den Standort per GPS aufzuzeichnen. Der Akku wird dadurch kaum belastet. Wird hingegen die gesamte Strecke per App aufgezeichnet, verbraucht dies Strom, weil das Handy ständig mit GPS-Satelliten verbunden sein muss. Laden Sie sich das Kartenmaterial am besten vorab herunter und nutzen Sie es offline.

Videos verbrauchen deutlich mehr Akku als Fotos, da die größere Datenmenge verarbeitet und auf dem Handy gespeichert werden muss. Videos und Fotos können später hochgeladen werden, damit das Handy länger hält. Andererseits ist es recht sparsam, unterwegs Musik zu hören.

Vermeiden Sie extreme Temperaturen

Auch die Temperatur kann sich auf das Smartphone auswirken. „Grundsätzlich mag die Batterie keine sehr hohen und niedrigen Temperaturen“, sagt Rothwangle. Im Sommer ist es ratsam, das Handy an einem Ort aufzubewahren, an dem es nicht gerufen wird. “Also ist es nicht in einer schwarzen Hülle, die bei Sonnenschein außen am Rucksack sichtbar ist.”

Was sich auf jeden Fall auszahlt, ist das Handy so aufzubewahren, dass es bei einem Sturz nicht beschädigt wird.

SMS verbraucht weniger Strom

Ist der Akku trotz aller Vorkehrungen fast leer, ist es besser, in den Flugmodus zu wechseln, als das Gerät komplett auszuschalten, denn ein Neustart kostet mehr Energie. Sie können anderen per SMS mitteilen, dass Sie ab sofort auf der Tour telefonisch nicht erreichbar sind. Das Senden von SMS verbraucht am wenigsten Akkuleistung.

Vier Personen mit unterschiedlichen Smartphones

Wolfgang Warmuth

Beim Wandern in der Gruppe reicht es oft, wenn nur ein Handy eingeschaltet ist

Powerbanks und Solarpanels zum Aufladen

Bei langen Spaziergängen ist es ratsam, einen zusätzlichen Akku mitzunehmen. Powerbanks gibt es in verschiedenen Größen. Je größer der Akku, desto schwerer ist er und desto öfter laden Sie Ihr Smartphone damit auf. „Wir empfehlen in der Regel einen Akkupack mit mindestens 10.000 mAh, damit lässt sich ein typisches Handy etwa dreimal aufladen“, sagt Rothwangel.Die besten Powerbanks im Test gibt es hier drüben.

Auch das Handy wird mit Hilfe eines Solarpanels wieder mit Strom versorgt. Dieses Solarladegerät wird tagsüber außen am Rucksack getragen. Es sollte sowohl robust als auch flexibel sein, damit es gut in den Rucksack passt. Das Aufladen des Mobiltelefons über Akkupacks und Solarpanels ist jedoch langsam. Schließen Sie diese Geräte am besten an, wenn der Akku halb voll ist.

Holen Sie sich Hilfe ohne Handy

Smartphones und Wander-Apps sind praktische Helfer für unterwegs, ersetzen aber nicht die eigene Orientierung. „Wenn der Akku leer ist, kann ich mich weder per App zurechtfinden noch einen Notruf absetzen“, sagt Rothwangl.

Dann bleibt das Notsignal in den Alpen nur für Hilfe. Es besteht aus sechs Signalen pro Minute, und die Antwort beträgt drei Signale pro Minute. Signale können lautes Kreischen, Pfeifen oder Lichtsignale sein.

Hat das Handy noch die Mindestleistung, ist es besser, per SMS einen Hilferuf abzusetzen. Wenn Sie dennoch eine Telefonverbindung aufbauen, ist dies in den ersten 30 Sekunden am besten, danach sinkt die Leistung. Daher sollten die wichtigsten Informationen für Assistenten im Voraus berücksichtigt werden. „Das ist in erster Linie die Baustelle, dann kann alles weitere auf der Baustelle geklärt werden“, sagt Rothwangel.

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