Wiener Börse (Schluss) 2 – Banking und OMV Aktien fallen | 11.07.22

Die Wiener Börse dementierte am Montag den Handel mit Verlusten. Der heimische Leitindex ATX fiel zu Wochenbeginn um 1,18 Prozent auf 2868,62 Einheiten – und verzeichnete mit 2859,30 Punkten seinen Tagestiefststand. Der ATX Prime fiel auf Marktniveau um 1,17 Prozent auf 1451,85 Punkte.

Negative Stimmung aus Asien, als China aufgrund einer erneut steigenden Zahl von Corona-Verletzten mit neuen restriktiven Maßnahmen drohte, beeinflusste die Märkte den ganzen Tag. Außerdem haben heute Wartungsarbeiten an der Pipeline Nord Stream 1 begonnen, die zehn Tage dauern werden und aus diesem Grund derzeit kein Gas mehr von Russland nach Europa fließen wird. Es gab jedoch Bedenken, dass der Gashahn nach Wartungsarbeiten geschlossen bleiben würde.

Allerdings gab es zu Wochenbeginn keine Wirtschaftsdaten. In Deutschland startet die ZEW-Umfrage jedoch morgen mit ihrer Reihe von Datenveröffentlichungen für diese Woche, bevor der Empire State Index in den USA erste Hinweise auf die Stimmung in der Branche liefert und das temporäre Michigan Sentiment Aufschluss über die Stimmung geben wird des amerikanischen Verbrauchers. . Danach werden Mitte der Woche die US-Inflationszahlen für Juni veröffentlicht.

Auf der Sektorseite waren die Bankaktien bis zum Handelsschluss schwach. Raiffeisen verzeichnete mit minus 3,8 Prozent deutliche Kursverluste. Die Erste Group verlor 2,4 Prozent, die BAWAG 1,1 Prozent und die Addiko Bank 1,8 Prozent.

OMV Securities verlor nach einem deutlichen Anstieg am Freitag 2,7 Prozent. Der russische Staatskonzern Gazprom hat nach Beginn der Wartungsarbeiten für Nord Stream 1 die Liefermengen für den heimischen Konzern reduziert. OMV-Sprecher Andreas Renovner sagte auf APA-Anfrage, OMV habe rund 70 Prozent weniger erhalten als für Montag angesetzt. Zuletzt, seit Mitte Juni, hat Gazprom etwa die Hälfte der bestellten Menge geliefert.

Die Zumtobel-Aktie fiel um rund ein Prozent auf 6,63 Euro. Die Analysten der Erste Group haben ihr Kursziel für die Aktie des Lichtherstellers Vorarlberg von 9,5 Euro auf 7,3 Euro gesenkt. Gleichzeitig bestätigte Wertpapierexperte Michael Marshallinger die „Buchung“-Empfehlung.

Die wenigen Gewinner am heutigen Handelstag waren dagegen der Verbund mit einem Plus von 3,5 Prozent. Der Branchenverband Papier EVN erhöhte die Preise um weniger als 0,2 Prozent.

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