“Wir drücken die Daumen, bis wir die Distanz erreichen”

Zur Einstimmung auf die Euro 2022, die am 6. Juli im Old Trafford, Manchesters Traumtheater, beginnt, reiste die österreichische Frauenfußballmannschaft in einem typisch britischen Doppeldeckerbus in die Hofburg, um dort herzlich begrüßt zu werden. Bundespräsident Alexander van der Bellen in Richtung England zu werden. „Wir drücken die Daumen, bis wir die Distanz erreichen“, sagte der 78-Jährige, „es ist alles möglich, aber Sport ist Sport.“

Bevor die Reise beginnt, gibt es noch viel zu tun. Der jüngste erfolgreiche Test 4:0 am 87. der Welt. Montenegro war obligatorischer als freies Schwimmen. Vor allem nach der Pause – auch aufgrund von elf Wechseln – lief Werkl nicht so, wie es sollte.

Aus dem überwältigenden Vorteil musste mehr Kapital gemacht werden. Tolle Ideen fehlten, aber bis zur EM-Generalprobe am Sonntag (17 Uhr, ORF 1) in Belgien war noch etwas Zeit. Das weiß auch ÖFB-Chefin Erin Furman und nominiert am Montag (11 Uhr, ORF Sport+) ihre letzte Gruppe von 23 Spielerinnen für das Turnier, denn in der Gruppenphase warten England, Nordirland und Norwegen. Der 41-Jährige hat die Qual der Wahl, da er fünf Spieler zu Hause lassen muss.

Laura Weinrother (links) freut sich über das Tor von Annabelle Schaching.

Foto: APA/GEORG HOCHMUTH

Schaschings Premierentor

SK-Sturmkapitänin Annabelle Schaching sammelte am Dienstag in der Südstadt einen Extrapunkt. Die 19-jährige Mittelfeldspielerin aus Saint-Egedi erzielte in ihrem dritten Länderspiel mit 4:0 in der 89. Minute ihr erstes Tor für ihre Mannschaft – aus kurzer Distanz nach einer Flanke von Vocklabrook-Stürmerin Lisa Kolb. Glück wünschte zunächst Verteidigerin Laura Weinrother aus Frankenberg, die 23-jährige Legionärin vom FC Arsenal umarmte ihre gut gelaunte Mitspielerin, die ebenfalls vom Auslandseinsatz träumt. Der Euro wird eine beeindruckende Bühne sein, um sich Höherem zu empfehlen.

„Ich bin sehr glücklich und genieße die Zeit mit den Mädels“, sagte Schaching, bester Spieler und Torschützenkönig der Bundesliga-Saison 2021/22. “Ich hoffe immer noch, beim European Nations Cup dabei zu sein.”

Fuhrmann lässt keine Einsicht in seine Papiere zu. Das ist völlig in Ordnung, zumal die Kapitäninnen Victoria Schnaerbeck (Knieprobleme) und Virginia Kirschberger (nach Schien- und Wadenbeinbruch) noch nicht bei 100 Prozent sind. Das Montenegro-Spiel ließ keine wichtigen Rückschlüsse zu. “Es war nicht die Brisanz und Spannung in diesem Spiel, die uns gegen einen starken Gegner bevorstand. Daran können wir nichts ändern”, sagte der ÖFB-Trainer.

Ähnlich sieht es Mittelfeldspielerin Sarah Zadrazil vom FC Bayern München. “Es ist schwer, im Schatten der EM große Rollen zu bekommen, weil der Gegner dafür zu schwach war.”

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